Intermezzo

- Auf diese PR-trächtige Idee ist die Deutsche Staatsoper Berlin schon zweimal gekommen ("Cosí´ fan tutte", im September "Turandot"), jetzt will sich die Bayerische Theaterakademie bei einer Eigenproduktion im Glanz der Star-Regisseurin sonnen: Doris Dörrie inszeniert Offenbachs "Schöne Helena". Premiere ist am 14. 2. im Prinzregententheater, bundesweite Aufmerksamkeit also garantiert.

<P>Zum ersten Mal präsentierte Christoph Albrecht, ab Herbst Präsident der Theaterakademie, eine Saison-Vorschau. Bekanntlich gibt er am Prinzregentenplatz nur ein Intermezzo, 2006 wechselt er als Intendant an die Bayerische Staatsoper. Albrecht betonte, dass die Akademie auch andere Theater "infiltriere" _ durch Koproduktionen. So wandert Mozarts "Figaro" (Premiere am 26. Juni) nach Ingolstadt, das Musical "City of Angels" (hier vor zwei Monaten gezeigt) wird von Erfurt übernommen.</P><P>Die Akademie bringt noch "Fletch _ Saturday Bite Fever", ein Kinder- und Jugendmusical heraus (21. 11.), in Zusammenarbeit mit dem Staatsschauspiel entsteht die Uraufführung "Das Tierreich" von Biljana Srbljanovi´c (Dezember), Regisseur ist Jochen Schölch, Leiter des Studiengangs Schauspiel. Seiner Initiative ist auch Irvine Welshs "Trainspotting" zu verdanken, das im Februar '04 in Schölchs Metropol-Theater Premiere hat.</P><P>Mit "Lucky Stiff" tritt der Studiengang Musical im März '04 ins Rampenlicht des Akademietheaters, ein weiteres Projekt (mit dem Gärtnerplatztheater) ist im Juni '04 Brittens "Sommernachtstraum" in der Regie Axel Köhlers. Nächsten Sommer soll auch wieder der Innenhof der Alten Münze bespielt werden; womit, ist noch unklar - auf jeden Fall haben sich schon die Luisenburg-Festspiele in Wunsiedel als Koproduzent angeboten.</P><P>Auf großes Interesse hofft Albrecht beim Intendantenvorsprechen der deutschsprachigen Musical-Schulen (Januar). Und als Leistungsschau aller Akademie-Studiengänge ist das Projekt "Odyssee" gedacht (April). Näheres konnte Jochen Schölch nicht berichten, man befinde sich noch in der Konzept-Phase - was sein künftiger Chef Albrecht als Chance wertete, müsse doch sonst im Musiktheater alles drei, vier Jahre im Voraus festgezurrt werden.</P>

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