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Gilt seit der Erfolgskomödie „Hangover“ als Frauenschwarm: Schauspieler Bradley Cooper. In „Ohne Limit“, der am Donnerstag in den deutschen Kinos startet, spielt er an der Seite von Robert De Niro.

Interview zum Kinostart: „Ich bin ein sensibler Macho“

München - Der Schauspieler Bradley Cooper spricht im Interview mit dem Münchner Merkur über seinen Ruf als Frauenschwarm, seinen neuen Film „Ohne Limit“ und Schauspielkollegen Robert De Niro.

In der Fernsehserie „Alias“ verkörperte er 46 Folgen lang den besten Freund von Jennifer Garner. Seit seinem Durchbruch mit dem Komödienhit „Hangover“ gilt Bradley Cooper als Frauenschwarm. Dieses Image nahm er als „Faceman“ im Kinofilm „Das A-Team“ auf die Schippe. Ab Donnerstag ist er an der Seite von Robert De Niro in dem Thriller „Ohne Limit“ zu sehen. Im Gespräch präsentierte sich der 36-Jährige ausgesprochen sympathisch, smart und bescheiden.

Wissen Sie noch, wann Ihre Filmleidenschaft geweckt wurde?

Ja. Sehr früh: In meiner Kindheit haben wir neben einem Kino gewohnt, und ich bin immer ganz fasziniert in diese Welt eingetaucht. Ist es nicht verrückt, dass etwas Zweidimensionales so große Emotionen in uns wecken kann? „Der Elefantenmensch“ hat mich dermaßen bewegt, dass ich unbedingt auch Schauspieler werden wollte.

In „Alias“ haben Sie einen sensiblen Typen gespielt, doch seitdem besetzt man Sie häufig als Macho. Wie würden Sie sich selbst beschreiben?

Hmm. In der irisch-italienischen Großfamilie, in der ich aufgewachsen bin, wurde das Kampftrinken ebenso gepflegt wie der Respekt vor Frauen. Wahrscheinlich bin ich also ein sensibler Macho! (Lacht.)

Sowohl in „Hangover“ als auch in „Ohne Limit“ spielen Erinnerungslücken eine große Rolle. Wie sehen Ihre eigenen Erfahrungen mit Blackouts aus?

Leider gehöre ich zu den Leuten, die sich auch nach durchzechten Nächten noch an alle Details erinnern. Manchmal habe ich am nächsten Morgen gedacht: „Meine Fresse, was warst du für ein Idiot!“

Ihre Figur in „Ohne Limit“ leidet an einer Schreibblockade. Kennen Sie so etwas wie eine „Spielblockade“?

O ja. Nach der zweiten „Alias“-Staffel war ich beispielsweise sehr deprimiert: Mein Part in der Serie beschränkte sich im Wesentlichen darauf, auf Jennifer Garner zu warten, Pfannkuchen zu machen und zu fragen: „Na, wie war dein Tag?“ Ich war kurz davor durchzudrehen. Da kann man nur beten und hoffen, dass etwas passiert. Ansonsten muss man sich eben auf seine Rollenvorbereitung verlassen. Und man darf die Dinge nicht verkomplizieren. Das habe ich von Robert De Niro gelernt: Der agiert auch vor der Kamera so, als würde er privat mit dir reden. Ganz normal.

Hat er Sie beim Drehen nicht eingeschüchtert?

Nein. Ich kannte ihn schon: Weil ich bei „Ohne Limit“ als Erster an Bord war und wir zur Finanzierung des Films noch einen Star brauchten, musste ich ihn zum Mitmachen überreden. Davor hatte ich wirklich Angst. Das hat aber prima geklappt, und die zweiwöchigen Dreharbeiten mit ihm waren die angenehmste Erfahrung meines Berufslebens. Wenn du ihn als Partner hast, merkst du sofort, wann du anfängst zu übertreiben: Er zwingt dich ganz sanft dazu, natürlich zu bleiben.

Wenn man Ihnen so eine Droge wie im Film anbieten würde: Würden Sie sie ausprobieren?

Na klar. Das wäre doch unglaublich. Wahrscheinlich würde ich wie im Film so viele Sprachen lernen wie möglich. Außerdem möchte ich wahnsinnig gern all die Musikinstrumente spielen können, die ich bei mir daheim habe.

Welchen Preis würden Sie dafür zahlen? Gibt es Grenzen, die Sie nicht überschreiten würden?

Ach was, es gibt keine Grenzen! (Lacht.) Im Ernst: Ich glaube, ich würde mir einreden, dass ich bloß eine einzige Pille nehmen würde. Nur mal ausprobieren – das würde mir reichen!

Im Film zeigen Sie ein verblüffendes Talent für Fremdsprachen…

Ja, ich hatte zum Glück schon immer ein gutes Gehör für den Klang einer Sprache, auch für Dialekte, überhaupt für die Art, wie Menschen reden. Schon in der Schule habe ich gern andere Leute imitiert – nach wie vor ist das eine Spezialität von mir.

Das Gespräch führte Marco Schmidt.

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