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Beeindruckend: Iron Maiden bei Rockavaria.

Finale des Festivals

Konzertkritik: Bis zur Milchstraße - Iron Maiden bei Rockavaria

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München - Iron Maiden, das sind lebende Ikonen des Heavy Metal und sie zeigen sich so kraftvoll, als stünden sie nicht schon rund 40 Jahre lang auf der Bühne: die Konzertkritik zur Rockavaria-Show.

Nie war eine Bühne so sauber, nie! Der Regen – weggemoppt von ein paar wackeren Technikern. Zum Glück, sonst hätte Bruce Dickinsons Spagatsprung aufs schwarze Linoleum böse ausgehen können. Den Hagel haben Slayer und Sabaton vorher mit härtestem Metal weggeknüppelt. Also der Sprung. Also Bruce. Also Iron Maiden!

Es ist ein bisschen Fügung dabei, dass das Wetter sich kurz vor dem Auftritt des Sonntags-Headliners wieder einkriegt. Die sechs Metal-Ikonen lassen ihr Publikum zwar etwas warten – die Quittung ist ein Pfeifkonzert. Aber das machen die Briten schnell wieder gut. Gleich zu Beginn gibt’s mit „If Eternity should fail“ eines der stärksten Lieder vom neuen Album. Und Sänger Dickinson – im Metal-untypischen Skater-Outfit – gestikuliert dazu so wild, als würde er sich die epischen Töne aus der Brust reißen.

Iron Maiden, das sind lebende Ikonen des Heavy Metal und sie zeigen sich so kraftvoll, als stünden sie nicht schon rund 40 Jahre lang auf der Bühne. Dickinson, der sich wegen seiner extrem flexiblen Äther-Stimme den Spitznamen Fliegerbombensirene eingehandelt hat, jagt die Töne bis hoch zum Ende der Milchstraße; und das, obwohl er bis vor Kurzem mit einem tückischen Zungenkrebs zu kämpfen hatte.

Auch ein paar Klassiker gibt’s - „Vermächtnislieder“, wie Dickinson sagt. Die Band um Gründer und Bassist Steve Harris spielt „Children of the Damned“ oder das fabelhafte „The Trooper“ trotzdem ohne zähe Routine. Und die drei Gitarristen Adrian Smith, Dave Murray und Janick Gers jagen die vielleicht klarsten Töne dieses Festivals in die nasskalte Münchner Luft.

Dass sich Dickinson schon am Anfang über eine freizügige Dame im Publikum freuen darf („Meine Dame, Sie haben ein perfektes Paar Brüste“), gehört ins Rocker-Poesie-Album. Ein einziger, stromdurchzuckter Ohrgasmus. Danke, Maiden

Marcus Mäckler

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