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Marcus Miller tritt heute beim Jazzsommer des Bayerischen Hofs mit „Afrodeezia“ auf.

Jubiläum

Klingende Namen: 25 Jahre Jazzsommer im Bayerischen Hof

München - Der Jazzsommer des Hotels Bayerischer Hof feiert ab heute sein 25-Jahre-Jubiläum.

Das hätten sie damals im Bayerischen Hof wohl auch nicht gedacht, dass der Jazzsommer ein Vierteljahrhundert alt werden wird und sich zum international renommiertesten Jazzfestival der Landeshauptstadt mausert. Dementsprechend hat man auch diesmal klingende Namen aus der Welt des Jazz versammelt, die von heute an bis zum 23. Juli in München auftreten. Die künstlerische Leiterin Katarina Ehmki hat wieder ein spannendes und stimmiges Programm zusammen gestellt und ein paar echte Attraktionen an Land gezogen. Den Pianisten Kenny Barro etwa, Vertreter der goldenen Generation des Jazz. Der 72-Jährige hat noch Ella Fitzgerald gespielt und ein paar moderne Klassiker komponiert. Den unaufgeregten Könner sollte man einmal im Konzert erlebt haben, so furchtbar oft führt ihn sein Weg nicht nach München.

Das gilt auch für den Bassisten Marcus Miller, noch so ein Veteran. Der Mann, der schon mit Miles Davis musiziert hat, beweist, dass er immer noch neugierig und experimentierfreudig ist. Mit seinem neuen Programm „Afrodeezia“ erkundet er am Eröffnungstag die Wurzeln afrikanischer Musik, die die zeitgenössische populäre Musik geprägt hat wie sonst keine andere.

Neben verdienten US- Ikonen kommen auch Vertreter des europäischen Jazz zum Zug, beispielsweise Enrico Rava. Der 76-jährige Italiener ist einer der bedeutendsten Trompeter der Welt und live eine Sensation. Zur Sensation werden könnte die junge Maria Borouh. Festivalleiterin Ehmki lädt traditionell jungen Nachwuchs ein und hat ein feines Händchen bewiesen. Borouh verspricht auf jeden Fall ein extravagantes Glanzlicht zu werden. Sie singt sehr speziell und hat ein Faible für ausgefallene Klangwelten auf elektronischer Basis. Wer nicht genug bekommt von Musik, kann sich während der Festivalwoche in der Cinema Lounge ausgewählte Dokumentationen ansehen. Oder aber die Ausstellung „View of Jazz“ besuchen, in der Porträts der wichtigsten Musiker aus der 25-jährigen Geschichte des Jazzsommers gezeigt werden. Ein Abstecher zum Promenadeplatz lohnt.

Informationen: www.bayerischerhof.de 

Zoran Gojic

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