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James Blunt bei einem Konzert - am Freitag war er in der Olympiahalle.

Nachtkritik

James Blunt in der Oly-Halle: Publikum flippt völlig aus

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James Blunt hat am Freitagabend in der Münchner Olympiahalle alles andere geboten als den schmachtenden Schmusesänger. Er rockte. Und das Publikum flippte völlig aus. 

München - Nein, James Blunt, der Garant für Herzschmerz-Songs, steht nicht brav mit Akustikgitarre auf der Bühne und schmachtet vor sich hin. Der Brite bietet am Freitagabend kein intimes Schmusekonzert sondern gibt sich als Pop-Rocker. Lässige Jeans, schwarzes Shirt, unter dem sich die wohldefinierten Bizeps abzeichnen. Und das Publikum in der Olympiahalle flippt aus vor Freude. 

Denn er bietet ja nicht nur die Songs vom neuen Album, sondern einen Mix von "Heart to Heart" über "I'll take everything" bis "Bonfire". Klimpert auf dem Klavier, haut in die Gitarrensaiten und singt mit seiner unverkennbaren, leicht quäkigen Art, die man entweder liebt oder sich über sie amüsiert. 

In München lieben sie sie, klar. Und wenn er dann noch auf Deutsch zu ihnen spricht, hat er sowieso alle auf seiner Seite. Sie singen begeistert mit, lassen ihre Handy-Taschenlampen leuchten - und die Schmusestimmung kommt von ganz allein. 

Kleiner Mann ganz groß!

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