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Unverändert nach fünf Jahren Pause: Jay Kay, Sänger von Jamiroquai, mit Hut und im Fransenhemd in der Münchner Olympiahalle.

Jamiroquai lassen die Fans in der Olympiahalle tanzen

München - Es gibt wohl nur einen Erwachsenen auf diesem Planeten, der sich in Turnschuhen, mit einem breitkrempigen Hut auf dem Kopf und in einem knielangen Fransenhemd auf eine Bühne stellen kann, ohne dabei wie ein Volltrottel zu wirken:

Jay Kay. Der Sänger und musikalische Kopf von Jamiroquai präsentiert sich in der gut gefüllten Münchner Olympiahalle nach fünfjähriger Pause unverändert: als flippiges Energiebündel mit einem Hang zu schrillen Outfits wie sie nur echte Briten mit Anstand tragen können. Musikalisch ist er sich treu geblieben, in dem Sinne, dass er wie seit jeher musikalische Trends oder den Zeitgeist nicht einmal ignoriert.

Jamiroquais Welt sind die Siebzigerjahre, der tanzbare Funk mit deutlichem Zug zum frühen Discosound. Es ist mithin also sehr gute Musik, exzellent gespielt, und so dauert es auch nicht lange, bis die Olympiahalle bis in die oberen Ränge tanzt. Es sagt allerdings einiges über den desaströsen Zustand der Musik in den Neunzigerjahren aus, dass diese im Grunde rückwärts gewandte Musik seinerzeit als wirklich innovativ empfunden wurde.

Aber damals wie heute gilt für Jamiroquai - lieber guter Retro als schlecht neu machen. Passend wird mit der lustigen Planetariumskulisse auf der Bühne augenzwinkernd dem Bassisten Bootsy Collins, einem der Helden der Funk-Bewegung, gehuldigt. Und alleine zu hören, wie liebevoll akkurat Jamiroquai ihre Vorbilder in eine stampfende Non-Stop-Tanzschleife einbauen, hat diesen Abend gelohnt.

Zoran Gojic

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