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J.B.O. eröffneten das Rockavaria 2016.

Rockavaria 2016

J.B.O. - Vier Franken für ein Halleluja!

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München - Seit 27 Jahren rocken J.B.O. die Bühnen der Bundesrepublik. Am Freitag eröffneten sie das Rockavaria 2016 im Olympiapark München. Die Konzertkritik.

Rocker in Rosa beim Rockavaria, geht das? Pinke Luftkissen, pinke Instrumente, pinke Shirts vor einer Masse schwarzbekleideter Rock- und Metalfans? Geht, geht sogar ganz hervorragend! Beim Start in dieses Festival regiert der Spaß: J.B.O., das „James Blast Orchester“, auf der Bühne praktisch alterslos, obgleich schon seit 27 Jahren dauerhaft dort zuhause, sind nicht nur die „Rosa Armee Fraktion“, die selbsternannten "Verteidiger des Blöedsinns", sie sind auch prädestiniert, die zweite Auflage des Münchner Rockfests am Freitagnachmittag mit einem prächtigen Donnerschlag in Pink zu eröffnen. Und das Ganze vor einer schon kurz nach der Eröffnung gut gefüllten Arena, die sich nur zu gerne lautstark bespaßen und begeistern lässt.

Unter den Rockern finden sich viele, die noch „Explizite Lyrik“ hörten, die das Blödelquartett aus Erlangen schon kannten, als es sich Anfang der 1990er mit schmarrigen Coverversionen bekannter Pop- und Rocksongs in Spaß-Metal-Manier einen Namen machte. Da wurde aus „Vamos a la playa“ mal eben „Geh mer halt zu Slayer“, Metallicas „Enter Sandman“ firmierte als „Schlaf Kindlein, schlaf“ und „Go West“ wurde zum „Fest“. Und ein Fest ist es, was die ewigen Kindsköpfe an diesem Freitagnachmittag feiern wollen. J.B.O. haben auch zwei Jahrzehnte später Bock, Bock auf München und das Münchner Publikum, die Männer in Rosa sind in ihrem Eifer nicht zu bremsen - und klingen dabei kein bisschen anders als in den Anfängen der Band. Stummes Nicken ist an der Doppelbühne im Olympiastadion keine Option, hier wird mitgesungen, mitgetanzt, mitgefeiert.

Rockavaria 2016: Eindrücke vom ersten Tag

Rockavaria 2016: Eindrücke vom ersten Tag

Als wahre Partymonster brauchen die vier Franken aber auch nur einen Song („Bolle“), um das Publikum gekonnt auf Blöedsinnskurs zu bringen. So wird die Masse zu springenden, grölenden, singenden Verteidigern des Blöedsinns, die bei „4 Finger für ein Halleluja“ genauso mitgeht, wie beim J.B.O.-Klassiker „Ein guter Tag zum Sterben“. Den stimmt Vito C., neben Hannes „G.Laber“ Holzmann Leadsänger der Band, akustisch an - und lässt die Menge a capella singen. Das ist Mitmach-Metal, das ist Gaudi, das ist ein Fest, das ist ein perfekter Start in Pink. Darauf ein Kitzmann Bier!

kb

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