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Horror-Clown

Erste Vorfälle in Bayern

Jetzt kommen die Horror-Clowns zu uns

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München - Als Horror-Clowns verkleidete Brutalo-Spaßmacher attackieren jetzt auch Kinder und Jugendliche in Bayern. Die Polizei ist alarmiert.

Ein Park in Aschaffenburg: Zwei Mädchen (beide 16) gehen dort am Freitagabend spazieren. Auf sie lauert ein Mann hinter einem Baum, in Clownskostüm und mit grusliger Maske. Er springt im Dunklen aus seinem Versteck, hält etwas in der Hand, was wie ein Elektroschocker aussieht. Die beiden zu Tode erschrockenen Jugendlichen laufen davon.

Dass ist nunmehr das zweite Auftreten eines sogenannten Horror-Clowns, das bei der bayerischen Polizei aktenkundig geworden ist. Zwei Tage zuvor, am Mittwoch, hatte es im niederbayerischen Geiselhöring eine Clown-Attacke auf Schulkinder gegeben. Gleich mehrere dieser Brutalo-Spaßmacher tauchten – mit Baseballschlägern bewaffnet – an einer Bushaltestelle auf. Die Opfer, alles junge Schüler, erschreckten sich bis ins Mark. Die Kinder berichteten den Vorfall ihren Lehrkräften, diese wiederum alarmierten die Polizei. Als Streifenwagen an der Bushaltestelle stoppten, waren die Clowns bereits verschwunden. Und einen Tag später sollen nachts zwei Clowns auch am Bahnhof Weiden herumgestrolcht sein.

Polizei registriert bundesweit Attacken der Horror-Clowns

Bayern scheint das letzte Bundesland, das vom Clown-Virus erreicht wird. Seit einigen Tagen registriert die Polizei bundesweit Attacken der Clowns, die Passanten erschrecken und zum Teil auch angreifen — vor allem in Nordrhein-Westfalen. Der zweifelhafte Trend hat seinen Ursprung in den USA (siehe den Beitrag links unten).

Bis Halloween (31. Oktober) rechnet die Polizei noch mit weiteren Clown-Attacken. Die Beamten warnen aber die grusligen Gestalten vor ihren – wohl als Spaß gedachten – Aktionen. Sie könnten „erhebliche strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen“. Auch Folgen für ihre Opfer seien, abhängig vom Gesundheitszustand, nicht absehbar.

Für den Aschaffenburger Clown hat sein makaberer Streich jedenfalls Folgen. Streifenbeamte konnten den 21-Jährigen stellen. In seinem Auto fanden sich Kostüme und Masken. Außerdem eine geringe Menge Rauschgift sowie eine Gaspistole, die einem Begleiter zuzuordnen war. Immerhin: Der vermeintliche Elektroschocker entpuppte sich als Handy. Gegen den jungen Mann wird wegen Nötigung ermittelt.

Horror-Clowns kommen vom Horrorfilm

Viele haben beim Anblick von Clowns ein ungutes Gefühl. Das hängt damit zusammen, dass hinter der lustig gemeinten Maske das Böse vermutet wird – und Hollywood hat da kräftig mitgeholfen. Das Vorbild für die Clowns ist wohl der kindermordende Pennywise aus Stephen Kings Horrorfilm Es. Und auch der Gegenspieler von Batman in The Dark Knight – der Joker – dürfte beim Angstmachen eine Rolle spielen. Joker wurde von Heath Ledger als ein wahnsinniger Killer verkörpert und sieht aus wie ein Clown. Auf Youtube gibt es zudem zig Horrorclown-Videos.

mc

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