Jugendliche und die Welt des Theaters

- Wohl selten war der musische Unterricht so praxisbezogen wie am Münchner Pestalozzi-Gymnasium. Das liegt vor allem an dem neuen Projekt "Theater macht Schule - Schule macht Theater". Dabei handelt es sich um eine Zusammenarbeit zwischen dieser Schule und dem Staatstheater am Gärtnerplatz. Erste gemeinsame Pläne und Veranstaltungen wurden jetzt vorgestellt.

Die Idee, sich einen festen Partner zu suchen und mit diesem intensiven Kontakt zu pflegen, hatte das Ensemble selbst, sagt Staatsintendant Klaus Schultz. Das Ziel des Projekts sei es, Kindern und Jugendlichen die Welt des Theaters näher zu bringen. Die Schüler sollen dabei Verständnis für Arbeitsabläufe, künstlerische Prozesse und Inszenierungen bekommen.Praktische Unterrichtseinheiten sehen unter anderem Probenbesuche und Praktika der Schüler am Theater vor, aber eben auch gemeinsame Auftritte.Warum das Pestalozzi-Gymnasiums maßgeschneidert für dieses Projekt ist, erklärt Schulleiter Joachim Fuchs: "In unserer Schule werden die Fächer Kunst und Musik verstärkt unterrichtet." Jeder Schüler spiele mindestens ein Instrumente, meistens sogar zwei. Außerdem gäbe es mehrere Orchester und Chöre sowie Tanz- und Theatergruppen.Neben praktischen Gründen wie der räumlichen Enge an der Schule nennt der Rektor eine ganze Reihe von Punkten, warum die Partnerschaft sinnvoll sei: "Durch die Zusammenarbeit wird die Unterrichtsqualität wesentlich erhöht. Was die Schüler theoretisch gelernt haben, können sie anschließend in die Praxis umsetzen." Auch könnten sie sich genau darüber informieren, wie der Berufsweg eines Tänzers, Schauspielers oder Musikers aussieht und sich dadurch besser orientieren.Erste Termine für gemeinsame Auftritte stehen bereits fest. Mitte nächsten Jahres sollen sowohl erste Konzerte als auch Ballett- und Chorprojekte aufgeführt werden.

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