Christian Vordemann

Meinung

Merkur-Kommentar: "Kaffee-Kapseln? Das ist Müll-Wahnsinn!" 

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München - Seit einigen Jahren ist der Kaffee aus Plastik- oder Aluminiumkapseln beliebt. Leider. Ein Kommentar von Christian Vordemann.

Der technische Fortschritt hat uns allerlei Angenehmes und viele Erleichterungen gebracht. Doch nicht alles ist wirklich sinnvoll und begrüßenswert. Seit einigen Jahren erfreuen sich Kaffeemaschinen, in die man eine Kapsel aus Plastik oder Aluminium gefüllt mit Kaffee steckt, wachsender Beliebtheit – leider.

Leider, weil damit ohne Not und ohne einen Mehrnutzen ein neuer gigantischer Müllberg produziert wird. Für jede einzelne Tasse Kaffee wird eine Kapsel fällig. Das summiert sich bei Milliarden verkaufter Kapseln auf Tausende Tonnen Kaffeekapsel-Müll. Das ist ein Wahnsinn! Am Geschmack kann es nicht liegen, wenn der gleiche Kaffee in der Kapsel und der Kaffeedose steckt. Und eine Tasse Kapselkaffee ist bis zu dreimal teurer als der aus einer Kaffeepackung. Der einzige Vorteil mag sein, dass es vielleicht ein klein bisschen bequemer oder schneller geht, als einen Filterkaffee aufzugießen.

Wir reden viel über Umweltschutz und wissen, dass die Ressourcen der Erde endlich sind. Also, warum diese überflüssigen Maschinen? Mit einem Kaffeefilterhalter aus Porzellan brüh ich auch ganz fix eine oder mehrere Tassen Kaffee. Übrig bleibt nur der Papierfilter, mit der kleinen Espressokanne nicht mal der.

Lesen Sie hier: Stiftung Warentest zu "Nespresso"-Klonen: So gut sind Billig-Kaffeekapseln wirklich

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