Alexander Liebreich

Kammerorchester: Der Blick geht nach Osten

München - Das Münchener Kammerorchester (MKO) unter seinem Chef Alexander Liebreich blickt zuversichtlich in die neue Saison - dank Flexibilität, Eigenverantwortung der Musiker und Lohnverzicht.

Wie berichtet, wird das Orchester 2011/12 auch dreimal in den Münchner Kammerspielen auftreten. Doch das ist erst der Anfang. Denn Kammerspiele-Intendant Johan Simons und Alexander Liebreich wollen eine eigens für sie komponierte Oper im Theater an der Maximilianstraße aufführen. Simons: „Ich liebe Neue Musik, bin mit Komponisten wie Bartók aufgewachsen. Ich will diese Musik in meinem Haus haben.“ Immerhin ist für den Theatermann das Projekt so wichtig, dass er - trotz Regie-Angebots von der Bayerischen Staatsoper - zugesagt hat. Jetzt sucht man nach einem Komponisten.

Weitere wichtige Aspekte der neuen MKO-Saison sind:

Das Motto „Ostwärts“:

Liebreich ist seit Jahren Gast in Fernost und sieht dort ein großes kulturelles Potenzial: „Was in der Wirtschaft schon lange spürbar ist, wird nun auch etwa in der Musik offenbar - an jungen Musikern, Komponisten, Neubauten von Konzertsälen.“

Die Solisten:

Zu hören sind etwa Pianist Fazil Say, der Mozarts C-Dur-Klavierkonzert KV 467 spielen wird (6. Oktober). Oboist François Leleux spielt Marcello und Doráti (15. Dezember) und die Sopranistin Juliane Banse singt Mahler-Lieder (21. Juni 2012).

Das Thema Geld:

Das MKO ist erstmals schuldenfrei. Die Zeiten roter Zahlen scheinen passé, die Abo-Zahlen wurden um zehn Prozent gesteigert.

mb

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