Kammerspiele beleuchten mit Festival kulturelle Vielfalt in München

München - Die Frage scheint so simpel: "Wer bist Du?" Doch in der globalisierten Welt haben viele Menschen darauf keine Antwort. Mit dem Festival "Doing Identity - Bastard München" (26. Januar bis 8. März) wollen die Münchner Kammerspiele sechs Wochen lang in Theaterstücken, Ausstellungen, Konzerten, Partys und Diskussionen die Vielfalt der Kulturen in der bayerischen Metropole beleuchten.

Münchner Künstler unterschiedlicher Herkunft zeigen, wie Migration und Globalisierung die Landeshauptstadt prägen, teilten die künstlerischen Leiter Björn Bicker und Malte Jelden am Mittwoch mit.

Zum Auftakt des Festivals feiert das Stück "Mia San Murat" von Bülent Kullukcu am 26. Januar Premiere. Ausgehend von der Biografie des ehemaligen Guantánamo-Häftlings Murat Kurnaz greift der Autor die Erfahrungen der Gastarbeitergenerationen in Deutschland auf. Ein weiterer Höhepunkt ist die vierteilige Theaterserie "Fluchten" von Christine Umpfenbach. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die Erfahrungen mit Flucht gesammelt haben: eine Sachbearbeiterin etwa, die Anträge von Flüchtlingen bearbeitet oder eine Nigerianerin, die in einem Flüchtlingsheim lebt. In dem Stück tauschen sie ihre Rollen.

Die meisten Veranstaltungen finden im Neuen Haus an der Falckenbergstraße und einem eigens eingerichteten Atelier an der Theaterkasse der Kammerspiele an der Maximilianstraße statt. Ein weiterer Schauplatz ist die Landwehrstraße: Künstler führen über eine der vielfältigsten Straßen Münchens, in der muslimische Gebetshäuser in unmittelbarer Nachbarschaft zu christlichen Einrichtungen sind und eine Drogenberatungsstelle sich ein Haus mit einer Tanzschule teilt.

Näheres dazu auf der Homepage der Kammerspiele unter www.muenchner-kammerspiele.de

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