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Künstler, Gedankenverhedderer, Preisträger: Helge Schneider (l.), zusammen mit Gerhard Polt

Karl-Valentin-Preis für Nichtbayer Helge Schneider

München - Da bläst sogar die Blosn nochmal! Helge Schneider, erhielt im Volkstheater als erster Fremdsprachler und Nicht-Bayer den „Großen Karl-Valentin-Preis“.

Besser gesagt: Schneider, der wunderbare Gedankenverhedderer aus Mülheim an der Ruhr, erhielt ihn nicht, denn ganz im Sinne Valentins besteht der weltweit einmalige Preis aus absolut nichts. Kein Geld, kein Pokal, einfach nur Valentin.

Die Biermösl Blosn noch einmal vereint - sie sind selbst Valentin-Preisträger.

Noch besser gesagt: Er erhielt ihn doch, denn die Ehrung durch Gerhard Polt und die Ex-Biermösl-Blosn war Preis genug und mit Scheck oder Pokal keinesfalls aufzuwiegen. Damit Sympathieträger Schneider nicht nur Sympathie heimtragen konnte an die Ruhr, gab’s von Polt zudem einen Kübel schwach thixotropes Holzöl, das dem Vergrauen vorbeugt, sowie einen Eimer PCI Gisogrund Haft- und Schutzgrundierung, die sich innen und außen, für Boden und Wand verwenden lässt. Ein praktisches Präsent also.
Schneider bedankte sich mit weisen Worten: „Ein Preis ist immer eine Auszeichnung!“, erhielt von den Valentin-Erben ein Valentin-Buch aus dem Jahr 1932. Und man darf davon ausgehen, dass dem Valentin die Preisvergabe ausnehmend gut gefallen hätte, selbst ohne Preis. Danach beinahe Wehmut an der Briennerstraße - die hingeschiedene Biermösl Blosn, noch einmal zu dritt, Reunion und „Pfiat Eich“ in einem, mit einem bayerischen Mozart. Helge Schneider saß derweil bescheiden im Finsteren am Bühnenrand, vielleicht mit Simultanübersetzung.

Jörg Heinrich

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