Die Karriere wird nicht garantiert

- Die Idee, die hinter dem ARD-Musikwettbewerb steht, stammt noch von seinem Vorläufer, dem "Wettbewerb für junge Solisten" des Frankfurter Rundfunks: Junge Musiker aus aller Welt sollen zusammenkommen, sich austauschen und natürlich auch um die ersten Plätze konkurrieren. Wie selbstverständlich nennt Christoph Poppen, künstlerischer Leiter des ARD-Wettbewerbs, daher die Musikszene eine "große Familie".

<P>Uraufführungen<BR>als Pflichtstücke</P><P>Wie weit die Familienliebe geht, kann man seit gestern in den ersten Ausscheidungsrunden begutachten. Die Disziplin Kontrabass machte den Anfang, ab heute treten die Sänger an. Außerdem werden Kandidaten in den Kategorien Klarinette und Trompete geprüft. Bis zum Abschlusskonzert am 19. September werden dabei Preise im Gesamtwert von 110 000 Euro verliehen. Eine Garantie für die große Karriere sei auch ein erster Platz nicht, sagte Poppen. Immerhin könne er aber Türen öffnen und den Gewinnern Auftrittsmöglichkeiten verschaffen.</P><P>Mit den vor zwei Jahren eingeführten Publikumspreisen, über die in den Finalrunden entschieden wird, schuf man einen größeren Anreiz für die Zuhörer. Dabei, so Poppen, hätten sich durchaus andere Wertungen als die der Jury ergeben. Der Wettbewerbs-Chef wies zudem auf die extra in Auftrag gegebenen Kompositionen hin, die in den Finalrunden (beim Kontrabass schon in der zweiten Runde) gespielt werden müssen.</P><P>Vor allem in der Kategorie Gesang könnte es interessant werden: Komponist Mauricio Kagel hat sich das große Teilnehmer-Spektrum zum Thema genommen. In 18 Sprachen hat er sein Stück "Der Turm zu Babel" verfasst und reflektiert damit sowohl die Sprachvielfalt als auch die unterschiedlichen Stimmlagen der Kandidaten. Jedem Sänger ist es somit möglich, das Werk in seiner Heimatsprache zu interpretieren.</P><P>Infos unter Telefon 089/ 5900-2471 oder im Internet unter www.ard-musikwettbewerb.de. <BR></P>

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