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Ein Mann und seine Gitarre verzaubern die Stadt: Ed Sheeran wird zweimal das Olympia­stadion füllen. 

Ein Jahr vor Auftritt

Karten-Alarm bei Ed Sheeran: München ist scharf auf den Briten

Bereits ein Jahr vor dem nächsten Konzert von Ed Sheeran in München sind fast alle Karten weg. Warum ist der Brite so wahnsinnig beliebt? 

München - Da nimmt er seine Gitarre… und München sieht Rot! In diesem Fall findet das nächste Konzert des englischen Singer-Songwriters Ed Sheeran zwar erst am 29. Juli 2018 (!) statt, aber Karten für diesen Termin sind so gut wie alle. Die Ticketseite des Veranstalters brach teilweise zusammen, 60 000 Karten waren ruckzuck weg. Und jetzt gibt es tags darauf ebenfalls im Olympiastadion ein Zusatzkonzert – der Vorverkauf läuft, und auch jetzt muss man schon wieder schnell in die Gänge kommen, um den 26-Jährigen live zu sehen. Tickets ab rund 75 Euro unter Tel. 01806 - 570070 (0,20 € / Anruf inkl. MwSt aus den Festnetzen, max. 0,60 € / Anruf inkl. MwSt aus den Mobilfunknetzen), im Netz unter www.eventim.de sowie an den bekannten Vorverkaufsstellen.

Warum sieht München Rot bei dem Rotschopf? Vielleicht, weil er aus der Zeit gefallen ist, weil er der natürliche Bursche ohne Allüren ist, der nur mit Stimme, Gesang und Auftreten etwas verkörpert, was offenbar in unserer Zeit zur Ausnahme wird: Menschlichkeit, Ehrlichkeit, Handwerk statt Technik.

Vom Straßenmusiker ins Olympiastadion

Wobei es doppelt erstaunlich ist, dass der Kreischfaktor beim Auftritt des Twens deutliche Tendenz und Frequenz zu weiblichen Teenie-Kehlen aufweist. Die dürften ihn – wie alle anderen auch – maximal als „süß“ ansehen, als Sexsymbol dient der Mann aus Hebden Bridge im englischen West Yorkshire wohl nur für die wenigsten.

„Ich war nie, nie ein selbstbewusstes Kind. Mit meinem Aussehen konnte ich ja nix reißen“, erinnert er sich in einem ARD-Interview. Doch egal: Sheeran packt sein Leben, seine Gefühle 1:1 in Musik. Er selbst beschreibt das so: „Meine Lieder sind wie ein Tagebuch. Ich schreibe sie, damit ich mich besser fühle. man kriegt diese ganze Scheiße aus dem Kopf.“

Sein entscheidender Karriereschritt kam rückblickend als Straßenmusiker mit dem Umzug aus der Provinz nach London. 300 Auftritte pro Jahr, er ist ein One-Man-Unternehmen, verkauft seine CDs in Eigenregie.

Elton John brachte ihn nach oben

Ed erinnert sich an einen Traum, der wahr wurde: „Meine Freunde haben mir oft Telefonstreiche gespielt. Irgendwann rief jemand an und meldete sich mit ,Hi, hier ist Elton John‘. ,Nö, ist er nicht‘, antwortete ich und legte auf. Handy auf lautlos. Mein Manager schrieb mir: ,Geh endlich ran, es ist Elton John!‘ – Nach 15 verpassten Anrufen habe ich Elton dann zurückgerufen und gesagt, wie leid es mir tue.“ Die britische Pop-Legende also als Mentor. Und der Weg vom musikalischen Tellerwäscher bis zum Musik-Millionär war geebnet.

Nächstes Jahr ist er wieder auf Germany-Tour. Und wird bescheiden bleiben.

tz

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