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Eine Figur aus der „Körperwelten“-Ausstellung.

Katholiken zetern gegen „Körperwelten“

Augsburg - Katholiken haben gegen die Augsburger Ausstellung "Körperwelten" des umstrittenen Initiators Gunter von Hagens protestiert.

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Empörung: Gunter von Hagens zeigt Leichen beim Sex

Die Ausstellung präsentiert von diesem Samstag bis 13. September in der Fuggerstadt plastinierte Leichen-Präparate. Dazu sollen Organfunktionen und häufige Erkrankungen erläutert werden. Der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Augsburg kritisierte am Donnerstag die Schau, für die ein "wissenschaftlich-aufklärerisches Ziel" vorgeschoben werde. "Ein menschlicher Leichnam ist weder eine Sache noch ein Kunstobjekt", hieß es in einer Mitteilung. Der Mensch behalte seine Würde über den Tod hinaus. Deshalb sei es aus Sicht der Katholiken ein Werk der Barmherzigkeit, Tote würdevoll zu beerdigen.

Die Ausstellung "Körperwelten" sei als "weltweites Geschäftsunternehmen" Ausdruck einer Gesellschaft, in der die Sensationslust keinen Respekt vor dem Verstorbenen kenne. Von Hagens hatte 1997 mit seiner ersten Körperwelten-Ausstellung für internationales Aufsehen gesorgt.

Die jetzt für Augsburg organisierte Schau zeige eine Reihe neuer Präparate, darunter eine rund fünf Meter hohe plastinierte Giraffe. Thematischer Schwerpunkt ist nach Ausstellerangaben das Herz mit seinem Gefäßsystem. Nach Angaben von Hagens haben seit 1997 mehr als 27 Millionen Menschen weltweit seine Anatomie-Ausstellungen besucht.

dpa

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