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Mit seinem neuen Buch "Das katholische Abenteuer" hat der Journalist und Autor Matthias Matussek eine fulminante Streitschrift vorgelegt. Ganz wider den Zeitgeist bekennt er sich zu einem leidenschaftlichen, kompromisslosen Katholizismus.

Katholisch und beim Spiegel? Matussek: Das geht gut! 

Hamburg - Journalist Matthias Matussek findet, dass sein katholischer Glauben von seiner Arbeit für das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" profitiert. Zuvor hatte er das Magazin als "antikirchliches Kampfblatt" bezeichnet.

 "Für die Selbstvergewisserung im Glauben kann es nichts Besseres geben, als beim "Spiegel" zu arbeiten. Weil man dann gegen Widerstände überprüfen muss, was man glaubt", sagte er in einem Interview mit der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" ( Donnerstagausgabe). Gegnerschaft schärfe die Gedanken. Matussek hatte den "Spiegel" zuvor als "antikirchliches Kampfblatt" bezeichnet und damit bei der Redaktion für Empörung gesorgt. Der Rheinischen Post sagte er jetzt, das Magazin sei ein großes liberales Blatt, in dem es Raum für viele Tendenzen gebe und bei dem er gerne arbeite. Allerdings hat Matussek Verständnis für Gläubige, die sich vom süffisanten Stil des "Spiegel" verletzt fühlen. Christen sollten sich ruhig auch öfter zur Wehr setzen. "Das bedeutet ja nicht, dass man für Zensur ist oder den Gegner niederknüppeln möchte. Aber man darf zeigen, wenn man gekränkt ist", so Matussek.

Letztes Abendmahl: Das wurde aus den zwölf Aposteln

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mm/tz

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