Kampfflugzeug bei Madrid abgestürzt

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Nach der Lesung ist vor dem Signieren: Michael Kobr (li.) und Volker Klüpfel beim Plausch mit Leserinnen.

Münchner Krimifestival

Kauzig, komisch – Kluftinger

München - Volker Klüpfel und Michael Kobr eröffneten in der BMW-Welt das Münchner Krimifestival.

Kaum zu glauben, doch die blaue Isetta, die da auf der Bühne in der Münchner BMW-Welt steht, war in den Sechzigerjahren tatsächlich einmal ein Polizeifahrzeug. Das Requisit ist passend gewählt – denn irgendwie kann man sich auch Kluftinger, diesen kauzigen Kommissar, damit durchs Allgäu juckelnd vorstellen. Im September kam sein neuer Fall in den Buchhandel und schoss gleich in der „Spiegel“-Bestsellerliste auf Platz 1. Kein Wunder also, dass der Saal unweit des Olympiazentrums am Sonntagabend ausverkauft war: Die „Kluftinger“-Erfinder Volker Klüpfel und Michael Kobr baten zur Lesung.

Ausverkaufter Auftakt: In der Münchner BMW-Welt eröffnete das Duo Klüpfel/ Kobr das Krimifestival.

Oder besser: zur „Litcomedy“. So nennen die beiden gebürtigen Kemptner selbst, was sie da auf der Bühne veranstalten. Und dieser Begriff passt zweifelsohne besser. Hier wird nicht trocken vorgetragen, sondern erst einmal über verschwindendes Haupthaar, Körperfülle und negative Buch-Rezensionen geflachst. Zugegeben, manches wiederholt sich. Es sind auch nicht unbedingt die originellsten Witze, die sie da vom Stapel lassen; aber sie tun das so sympathisch, dass die Zuschauer schallend lachen. Noch amüsanter wird’s, als sie dann mit der eigentlichen Geschichte, „Grimmbart“, beginnen – und damit das Krimifestival München offiziell eröffnen. In breitestem Schwäbisch schwätzen sie abwechselnd den Allgäuer Kommissar. Bei dem geht es in diesem nunmehr achten Fall privat so turbulent zu wie schon lang nicht mehr. Der Grund? Sohn Markus heiratet seine japanische Freundin – und deren Verwandtschaft schlägt im Allgäu auf. Sehr launig lesen Klüpfel und Kobr das, immer wieder unterbrochen durch amüsante Neckereien. Wenn die beiden zusammen schreiben, würde man gern mal Mäuschen spielen.

Weitere Vorstellungen

Die meisten Veranstaltungen beim Krimifestival sind bereits ausverkauft. Karten gibt es etwa noch für die Schwedische Kriminacht mit Arne Dahl am 14. März, 20.15 Uhr, im Hugendubel am Marienplatz oder für die Kriminacht mit Ursula Poznanski am 18. März, 20 Uhr, im Bürgerhaus Pullach. Das komplette Programm unter www.krimifestival-muenchen.de.

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