Kein Wort, nirgends

- Das Unbehagen ist nicht neu. Welch eine Musik - und dann dieses zopfige Libretto, an dem Joseph Sonnleithner, Stephan von Breuning und Georg Friedrich Treitschke bosselten. Anno 1954 machte Wieland Wagner kurzen Prozess, strich in Stuttgart alle Dialoge von Beethovens "Fidelio" und engagierte einen Sprecher. Ulrich Melchinger ließ ebendort und 14 Jahre später Gedichte des 20. Jahrhunderts rezitieren, in Bremen steuerte 1974 Hans Magnus Enzensberger Kluges bei - Inszenierung: Nikolaus Lehnhoff. Jener Regisseur, der nun zur Eröffnung der Salzburger Osterfestspiele in seinem "Fidelio"-Update einen Schritt weiter ging. Also: keine Dialoge, keine Ersatzworte, nur noch Musik.

Ein Signal. Nach erloschener Regie-Ambition à fan tutte". Also wieder Routiniers: Wenn da mal keine "Traditionen" aus Abbados Zeiten drohen.

Weitere Vorstellung: 21. April. Arte sendet am 30.4., 20.45 Uhr, eine Aufzeichnung.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Unser Soul-Arbeiter
Lee Fields brachte den Club Ampere zum Dampfen
Unser Soul-Arbeiter
„Falco - Das Musical“: Gelungene Premiere in Kempten
Jempten - Falco wäre im Februar 60 Jahre alt geworden. Er starb jung, doch seine Hits wie „Rock Me Amadeus“ und „Jeanny“ begeistern die Menschen noch immer.
„Falco - Das Musical“: Gelungene Premiere in Kempten
Frauensache: Fünf Regisseurinnen ausgezeichnet
München - Ein starkes Signal beim 38. Bayerischen Filmpreis: Im Münchner Prinzregententheater wurden am Freitagabend fünf Regisseurinnen ausgezeichnet.
Frauensache: Fünf Regisseurinnen ausgezeichnet
Der Nussknacker wirbelt durchs Deutsche Theater
München - Fredrik Rydman begeistert mit seiner zeitgenössischen Version „Nutcracker reloaded“ in Münchens Deutschem Theater. Lesen Sie hier unsere Premierenkritik:
Der Nussknacker wirbelt durchs Deutsche Theater

Kommentare