+
Schon bei kleineren Bands bestens besucht: die Theatron-Bühne, hier im Rahmen des Rockavaria-Festivals 2015.

Manager erklärt, wie es dazu kam

Gratis-Konzert von Kettcar im Theatron: Veranstalter kündigt spezielles Sicherheitskonzept an

  • schließen

Die kleine Seebühne im Olympiapark bespielt im August eine ziemlich große Band: Ein ungewohnt großer Act wurde dort angekündigt. Bei freiem Eintritt. 

München - Das Theatron ist für viele Musikfans aus München und Umgebung ein beliebtes Ziel: Zu Pfingsten und im Sommer spielen in dem Stein-Rund am Olympiasee ausgewählte Bands, die meisten eher unbekannt. Doch selbst dann wird es ziemlich eng auf den Steinstufen und dem Wiesen-Hügel daneben.

Der Andrang könnte am Freitag, 17. August 2018 keine Grenzen kennen: Dann nämlich - das wurde am Dienstagmittag angekündigt - spielt eine Band ganz anderen Kalibers im Theatron: Kettcar.

Die Hamburger („Landungsbrücken raus“, „Sommer 89“) haben im Januar die Tonhalle ausverkauft. Und die Kapazität jener Location wird auf der Homepage mit bis zu gut 2.000 Personen angegeben. Für das Konzert im Januar zahlten die Kettcar-Zuschauer wohlgemerkt. 

Der Auftritt am 17. August im Olympiapark ist umsonst. Entsprechend höher dürfte die Nachfrage sein. Ins Theatron und die angrenzenden Hänge passen - Stand 2006 laut theatron.de - 5.000 Menschen.  

Kettcar bringen auch noch eine weitere Band mit, die mit ihnen das Label Grand Hotel van Cleef teilt: Fortuna Ehrenfeld um den Singer-Songwriter und überzeugten Federboa-Träger Martin Bechler treten im Vorprogramm auf.

Eine Band dieser Größenordnung, kostenlos in dieser doch eher überschaubaren Location. Droht da nicht Chaos? „Die Theatron-Leute sind super und wissen, was sie tun. Und wenn alle aufeinander aufpassen, wird das hoffentlich ein wunderschöner Konzertabend“, beschwichtigt Kettcar-Manager Rainer Ott auf Anfrage unserer Onlineredaktion.

Kettcar bei einem Auftritt.

Auf der hübschen Bühne am Olympiasee zu spielen, war der Band offenbar ein echtes Anliegen. „Wir versuchen immer mal wieder, ungewöhnliche Konzerte zu spielen“, so der Kettcar-Manager. „Und als die Anfrage vom Theatron-Festival reinkam, ob wir mit unseren Buddies von Fortuna Ehrenfeld da spielen wollen, war relativ schnell klar, dass wir das machen wollen.“ Ott ergänzt: „Dass das Konzertgelände und die Bühne wunderschön sind, müssen wir ja nicht betonen. Dass es möglich ist, die Veranstaltung bei freiem Eintritt durchzuführen, ist das Sahnehäubchen.“

Ob es besondere Maßnahmen geben wird? Ja, sagt Antonio Seidemann von der Festivalleitung. „Es war von Anfang an klar, dass es für dieses Event ein spezielles Sicherheitskonzept geben wird.“ 

Man darf gespannt sein. Die Fans freuen sich jedenfalls bereits: „Ihr seid ja wahnsinnig. Wie toll ist das denn“, kommentiert eine Anhängerin bei Facebook und ergänzt: „Und ja, es ist die schönste Bühne der Stadt.“

Kettcar, die auch immer wieder politische Themen in ihren Songs und abseits davon aufgreifen, haben unlängst auch ganz andere Schlagzeilen geschrieben: Sänger Marcus Wiebusch nahm Helene Fischer nach dem Echo-Eklat verbal auseinander.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Peter Konwitschny inszeniert Straus: Mit den Waffen der Operette
Wie andere könnte man sich über die Operette lustig machen. Oder man nimmt den „Tapferen Soldaten“ so ernst wie Peter Konwitschny bei seinem späten Debüt am …
Peter Konwitschny inszeniert Straus: Mit den Waffen der Operette
Waka waka: Shakira bringt die Olyhalle zum Ausflippen
Popstar Shakira hat am Sonntagabend in der ausverkauften Olympiahalle die Massen zum Ausflippen gebracht. Die Kritik:
Waka waka: Shakira bringt die Olyhalle zum Ausflippen
Andreas Gabalier im Olystadion: Volks-Rock-Party vor vollem Haus
Er hat es wieder getan: Andreas Gabalier hat zum dritten Mal in Folge das ausverkaufte Olympiastadion gerockt. Lesen Sie hier unsere Konzertkritik vom Samstagabend.
Andreas Gabalier im Olystadion: Volks-Rock-Party vor vollem Haus
Tiefe Trauer um den „Guttei“
Nicht nur in der Gemeinde Neubeuern sitzt der Schock tief: Der Chorleiter und begeisterte Dirigent Enoch zu Guttenberg ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Lesen Sie …
Tiefe Trauer um den „Guttei“

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.