"Klangkörper der Weltklasse"

- Beste Stimmung beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Mariss Jansons, Chef seit vergangenem September, stellte das Programm für die Saison 2004/ 05 vor und schwärmte von Orchester und BR-Chor als von "zwei Klangkörpern der Weltklasse, die keine künstlerischen Grenzen kennen". Wie in seiner ersten Saison wird er auch in der zweiten auf Repertoire-Ausweitung setzen, Konstante bleibt allerdings Joseph Haydn mit seinem symphonischen Werk.

<P>Dass der Dirigent sein Orchester nicht nur lobt, sondern wie er es herausfordert, wie er mit "seinen" Musikern umgeht, davon schwärmte Heinrich Braun, der als erster Orchestervorstand mit auf dem Podium sitzen "durfte". "Die Arbeit mit ihm ist sehr streng, insistierend, anstrengend. Aber zwischen Musikern und Chef gibt es keine Distanz, sondern viel Nähe und Warmherzigkeit. Wir hoffen, dass wir ihn noch lange haben." Besonders freut sich das Orchester, dass sein langjähriger Wunsch nach intensiver Jugend- und Nachwuchsarbeit von Jansons so stark unterstützt wird. Dabei bemüht sich das Orchester in verschiedenen Aktivitäten (teils zusammen mit dem Kultusministerium) speziell um die Förderung Musik ausübender Jugendlicher.</P><P>Einen Programmschwerpunkt setzen die BR-Symphoniker zum 100. Geburtstag von Karl Amadeus Hartmann, dessen Werke in Beziehungen gesetzt werden zu Bruckners Dritter (20. 1. 2005, Jansons) oder zu Schubert, Martinu und Ullmann (4. 2., James Conlon). Jansons konfrontiert Strauss' "Don Quixote" und Strawinskys "Feuervogel" mit dem Klavierkonzert Nr. 5 von Rodin Schtschedrin (9. 12. 2004) oder Wagner, Schumann und Liszt mit Arvo Pärts "Berliner Messe" (2. 6. 2005).</P><P>Als Gastdirigenten kommen nicht nur Muti (mit Mozart, Haydn, Skrjabin, 16. 6.), Welser-Möst (mit Birtwistle, Berg, Schubert, 5. 5.) oder Rostropowitsch (mit Tschaikowsky, Brahms, Prokofjew, 14. 7.), sondern auch Thomas Hengelbrock (Bachs Weihnachtsoratorium, 3. 12. 04) und Reinhard Goebel mit einer Boccherini-Hommage. Daniel Harding wird einen konzertanten "Wozzeck" mit Dietrich Henschel (14. 4. 05) dirigieren und Ivan Fischer sich Bartó´k, Kurtá´g und Dvorá´k widmen (11. 11. 04). Mit nordischem Repertoire treten Jukka-Pekka Saraste und Paavo Berglund (Februar, März) an. Von den fünf musica-viva-Konzerten ist eines ganz dem Werk Mauricio Kagels gewidmet, der auch selbst dirigiert (28. 5. 05). </P><P>Zu Gast sind die BR-Symphoniker 2004/ 05 erstmals bei den Londoner Proms, als "orchestra in residence" wieder beim Luzern Festival, in Wien, Berlin und Amsterdam.</P><P>Infos, auch zur Kammermusik: www.br-klassik.de</P>

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