Aus Kleiner Komödie wird Variet-Theater

Die ehemalige "Kleine Komödie" in München ist nach langem Leerstand als Variet-Theater wiedereröffnet worden.

Angeführt von dem amerikanischen Komiker Peter Shub begeisterte am Donnerstagabend eine Truppe internationaler Akrobaten das Publikum mit waghalsigen Balanceakten am Trapez, an Bändern und auf Barren. Neuer Betreiber des einst beliebten Boulevard-Theaters ist die GOP Entertainment-Group (Hannover), die rund 2,5 Millionen Euro in das Haus investierte. Der Theatersaal wurde komplett umgestaltet und bietet nun rund 300 Gästen Platz an Tischen.

Mit seinen pantomimischen Witzen vom Frisieren eines Basilikums bis zur Aufführung seiner eigenen Geburt riss Shub die Zuschauer zu lautem Gelächter hin. Den Atem hielten sie bei den Darbietungen der Berliner Trapezkünstlerinnen "Duo Elja" an oder bei den scheinbar schwerelos wirkenden Kunststücken des Kasachen Darkan an langen Bändern. Irina Akimova, die schon im "Cirque de Soleil" beeindruckte, zeigte einen psychedelischen Hula-Hoop-Tanz. Die Chinesin Wang Fei jonglierte auf Fußsohlen und mit den Händen gleichzeitig mehrere Schirme oder Tücher.

GOP ist mit mehr als 600 000 Besuchern jährlich nach eigenen Angaben eines der größten Variet-Unternehmen in Deutschland. Die ehemalige "Kleine Komödie" am Max II-Denkmal ist das bundesweit fünfte Theater der Gruppe. Dort traten einst Stars wie Marianne Hoppe, Johannes Heesters, Uschi Glas oder Judy Winter auf. 2007 musste die "Kleine Komödie" nach gut 60 Jahren schließen.

(Internet: www.variete.de)

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