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Regisseure diskutieren über ihren Erfolg mit bayerischen Helden

Kneißl, Brandner und Co.

Wie ein bayerischer Volksheld tritt Marcus H. Rosenmüller auf die Bühne - mit einem Räuber-Kneißl-Bier in der Hand. Ein gelungener Auftritt für einen Regisseur, dessen "Räuber Kneißl" gerade im Kino läuft und der in der "BMW Welt" über die "Wiederentdeckung der Volkslegenden" diskutiert.

Mit "Wer früher stirbt, ist länger tot" lockte Rosenmüller 1,8 Millionen Zuschauer ins Kino. Noch träumt er von so einer Zahl, doch die bisher 416 000 Besucher im "Brandner Kaspar" bestätigen es auch Josef Vilsmaier: Kneißl, Brandner und Co. sind Publikumsrenner. Christian Stückl hat es den Filmemachern vorgemacht: Am Münchner Volkstheater hat er sowohl den "Brandner Kaspar" als auch den "Räuber Kneißl" inszeniert.

Was fasziniert an bayerischen Ikonen, will Moderator Markus Aicher von den Regisseuren und der Schauspielerin Kathi Leitner wissen. "Das wird jetzt als neues Phänomen hingestellt", antwortet Stückl. Ein Film sei ein Treffer, wenn die Geschichte mitreißt. "Nur weil Bairisch gesprochen wird, gehen die Leute nicht rein."

Auch Rosenmüller ärgere sich, wenn sein Durchbruch mit der Sprache erklärt werde. "Das Bairische ist für mich kein Thema", sagt er. "Ich hätte echt Lust, einen Film auf Sächsisch zu drehen." Es werde ein Mythos daraus gemacht, so Stückl. Für ihn sei der Boom mit Volkshelden Zufall. Die Besetzung indes nicht, lenkt Rosenmüller ein. Gesichter wie die von Brigitte Hobmeier und Maximilian Brückner sehe man, seit sie Stückl entdeckt hat, auf allen Kanälen.

Auch Vilsmaier wollte Brückner als Boanlkramer engagieren, verrät er, um sich dann für seinen Mieter zu entscheiden: "Ich hab an Michael Bully Herbig ein Büro vermietet, und da hab ich gehört, dass er die Rolle gern hätte." Ob es Strategie war oder nicht, Herbig zu engagieren, die Schauspieler hätten vor bairischen Rollen keine Scheu, sagt Leitner. Im Gegenteil: "In seiner Sprache kann man sich am besten ausdrücken."

Verena Bach

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