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Der Stimme von A-ha-Frontmann Morten Harket hört man nicht an, dass der Gute schon 56 ist.

Comeback gelungen

Sie können es noch: A-ha schmachten in der Oly-Halle

München - Echte Liebe oder wirtschaftliches Kalkül? Egal, die Nordmänner von A-ha sind jedenfalls wieder da. Die Fans dürfen in Erinnerungen an ihre Jugend schwelgen - und sie werden nicht enttäuscht.

Nach fünfjähriger Trennung melden sich die drei Synthiepopper und immer noch smarten Mittfünfziger am Mittwochabend mit neuem Album „Cast in Steel“ in der mäßig gefüllten Münchner Olympiahalle zurück. 

Das Comeback ist natürlich zunächst für viele der 7500 Fans ein Schwelgen in jugendlichen Erinnerungen an die 1980er-Jahre, als es noch keine Fotohandys gab. Es ist aber auch und vor allem ein runder, hörens- und sehenswerter, auf fünf Videowänden opulent in Szene gesetzter und in satter Soundqualität dargebotener Auftritt. 

Aha, die Jungs können es also noch: Sänger Morten Harket, Gitarrist Pål Waaktaar-Savoy und Magne Furuholmen am Keyboard. Düsterer Auftakt mit „I’ve been losing You“ von 1986: Harket schmachtet mit Sonnenbrille und Lederjacke los; direkt vor ihm schmachten Damen. Zunächst stellt das Trio samt Band, gespickt von alten Hits wie „Cry Wolf“ (mit Wolfsrudel im Video), „Crying in the Rain“ und „Hunting high and low“ sowie weniger bekannten Perlen, das neue, durchschnittliche Album vor. Souverän, routiniert, cool. Emotionaler Höhepunkt: "Stay on these Roads". 

Die Zugaben enthalten dann die Kracher „The Sun always shines on T.V.“, den Bond-Song „The Living Daylights“ und schließlich nach rund 100 Minuten den Durchbruch-Überhit von 1985 „Take on me“. Sänger Harket erreicht hochkonzentriert mit seiner angenehmen Falsettstimme nach über drei Jahrzehnten noch immer problemlos die höchsten Stufen der Tonleiter. Respekt. 

Das Reden - und kurzzeitig sogar das Singen - überlässt er Furuholmen. Schade eigentlich, dass nach der Tour schon wieder Schluss sein soll. Zumindest vorübergehend. 

Marco Mach

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