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Karl Lagerfeld gestorben.

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Zum Tod von Karl Lagerfeld: Unser Mann in Paris

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Die Eleganz und die Eloquenz von Karl Lagerfeld wurden von Vielen bewundert. Die Lebensleistung des  großen Modeschöpfers verdient Respekt, meint Michael Schleicher, Leiter der Kultur-Redaktion des Münchner Merkur.

Selbst Menschen, die kein Gewese darum machen, was sie in der Früh anziehen, kennen Karl Lagerfeld. Dem Mann mit dem weißen Zopf ist gelungen, was wenigen in seiner Branche glückt: Er ist als Modeschöpfer zur internationalen Marke geworden – durch stilprägende Entwürfe und (meist) stilsichere Selbstinszenierung. Zudem bewies der Hamburger der Welt, dass Deutsche auch extravagant (sein) können. Doch bei allem Respekt vor der Lebensleistung darf nicht vergessen werden, dass der Katzenfreund, Büchernarr, Schnellsprecher, Super-Zeichner und Aphorismen-Meister mitunter Fragwürdiges von sich gab. So waren seine Aussagen zu Mager-Models bizarr und verirrt.

Zum Tod von Karl Lagerfeld: Unser Mann in Paris

Die Deutschen bestaunten ihren Landsmann in Paris. Manchmal belächelten, vor allem aber bewunderten sie ihn, seine Eleganz, auch seine Eloquenz. Das sagt einiges über Karl Lagerfeld – und verrät viel über uns und unsere Sehnsüchte.

Lesen sie auch:  Karl Lagerfeld ist tot - Französisches Magazin vermeldet angebliche Todesursache

Virginie Viard ist nicht zu beneiden. Lagerfelds langjährige Kollegin folgt ihm bei Chanel nach, teilt das Modehaus mit. So könne das Erbe von „Coco“ und Karl fortgeführt werden. Klar, Eigentümer Alain Wertheimer will damit eine quälende Personaldebatte vermeiden, nach dem Motto: Der König ist tot – es lebe die Königin. Doch bei einem Kaiser funktioniert das nicht.

Sie erreichen den Autor unter Michael.Schleicher@merkur.de

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