Ein Komponistenleben in München

- Zum 100. Mal jährt sich am 2. August 2005 der Geburtstag des bayerischen Komponisten Karl-Amadeus Hartmann. Und dies wird mit dem "Hartmann-Jahr" unter der Schirmherrschaft von Kunstminister Thomas Goppel gefeiert. Hartmann, ein Wegbereiter der Neuen Musik und Begründer der bis heute erfolgreichen Konzertreihe "musica viva", zählt zu den wichtigsten Symphonikern des 20. Jahrhunderts.

<P>Über 50 Veranstaltungen widmen sich 2005 Leben und Werk des Komponisten. Seine Musik findet sich sowohl in den Spielplänen der bayerischen Spitzenorchester als auch der Jugend- und Nachwuchsensembles, überdies kommen die beiden Opern Hartmanns kommen zur Aufführung: Die Münchner Musikhochschule zeigt in der Reaktorhalle das "Wachsfigurenkabinett". </P><P>Und zweifellos zu den Höhepunkten der Gedenkveranstaltungen zählt das Gastspiel der Staatsoper Stuttgart mit "Simplicius Simplicissimus" im Rahmen der Münchner Opernfestspiele. Die Urfassung der Oper stellt das Rundfunkorchester am Schluss des Hartmann-Jahres konzertant unter Leitung von Ulf Schirmer vor.</P><P>Auch Hartmanns bisher sehr wenig gespielte Kammermusik steht auf dem Programm. Beispielsweise in der Musiknacht der Musikhochschule, beim Hartmann-Porträtkonzert des Nürnberger Ensembles Kontraste und bei den Konzerten im Münchner Stadtmuseum, verbunden jeweils mit einer Führung durch die dortige Ausstellung mit dem Titel "Gegenaktion - Karl-Amadeus Hartmann ein Komponistenleben in München". </P><P>Diese dokumentiert seinen Lebensweg durch die 20er-Jahre, die innere Emigration und den Widerstand bis hin zum Aufbau eines demokratischen Kultur- und Musiklebens in München, zu dem er einen so großen Beitrag geleistet hat. Sie soll auch Hartmanns Bezug zur bildenden Kunst dokumentieren. Der vorgezogene Auftakt zum Gedenkjahr ist übrigens bereits am kommenden Freitag - mit seiner ersten Symphonie im Rahmen des "musica viva"-Konzerts (Herkulessaal, 20 Uhr).</P><P>Infos unter www.karlamadeushartmann.com.</P>

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