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Ein alter Spezl: Konstantin Wecker bei seinem Heimspiel.

Konzert-Kritik:

Konstantin Weckers Geburtstagssause im Circus Krone

Konstantin Wecker am Vorabend seines 70. im Circus Krone.

München - Ein bissel kokett ist es ja schon. Da steht er unverschämt braun gebrannt auf der Bühne des Circus Krone und singt „Kein Ende in Sicht!“ Mit 69, am Vorabend seines 70. Geburtstages. Konstantin Wecker grinst. „Alles eine Frage der Einstellung!“ Und was hat er nicht alles getan, um dieses Alter nicht zu erreichen. Wissendes Lachen im ausverkauften Saal. Die meisten, die gestern Abend gekommen sind, um mit dem Sänger in seinen Geburtstag hineinzufeiern, haben ihn all die Jahre ja begleitet. All die (Friedens-)Botschaften, die er musikalisch und verbal hinausposaunt hat in die Welt, die trotzdem nicht klüger zu werden scheint.

Er ist wie ein alter Spezl, dessen Reden man alle schon gehört hat – und ihnen doch immer wieder zuhört, bei einem guten Rotwein, oder zwei. Mit Wecker versackt man gerne.

Klar, dass er auch gestern nicht seniorengerecht nach den „Tagesthemen“ Schluss macht – sondern feiert bis nach Mitternacht. Erst im Krone, dann mit Familie, Freunden und musikalischen Begleitern drüben im Augustiner. Weil’s so schön war, wird er heute Abend und morgen gleich nochmal in den Circus kommen (Restkarten an der Abendkasse) – um so rührend wie selten ein Vater über seine Söhne zu singen, über die Liebe, die Leidenschaft, die auch im Alter nicht endet, und über den Frieden. Denn „so blöd, wie die Menschheit ist“, kann man das nicht oft genug tun. Recht hat er! Weitermachen. Herzlichen Glückwunsch, du wichtiger Provokateur!

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