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Familie, Freunde und Weggefährten haben Konstanze Vernon in St. Michael die letzte Ehre erwiesen.

Zum Abschied ein volles Haus

München sagt Konstanze Vernon Adieu

München - München sagt seiner Primaballerina Adieu: Familie, Freunde und Weggefährten haben Konstanze Vernon in St. Michael die letzte Ehre erwiesen.

Was hätte ein Bühnentier wie Konstanze Vernon am meisten gefreut? Ein ausverkauftes Haus mit einem hingebungsvollen Publikum. Genau das hatte sie bei ihrer Trauerfeier in der Münchner Michaelskirche. Schon eine halbe Stunde vor Beginn war kaum mehr ein Platz frei. Gekommen waren natürlich alle Ballett-Leute, auch von weit her, aber eben auch viel Tanzpublikum, das von seiner Primaballerina Abschied nehmen wollte. Ein Foto der strahlenden Konstanze, vom Jesuitenpater Karl Kern während einer Gedenkminute mit Weihwasser besprüht, fesselte immer wieder den Blick.

So wird sie auch Christian Ude in Erinnerung behalten, der in seiner sehr persönlichen, freundschaftlichen Rede von Konstanzes Fröhlichkeit, ihrem Lachen, ihrer Heiterkeit sprach, die die Udes bei gemeinsamen Mykonos-Aufenthalten kennengelernt haben. „Eigentlich waren aber zwei Personen da: Konstanze und ihr Mann Fred Hoffmann, dessen Tod sie nicht verwand, und der in allen Gesprächen anwesend war.“

Kulturminister Wolfgang Heubisch sprach für den Kulturstaat Bayern, um den sie sich verdient gemacht habe und schloss bewundernd an, dass ihre Kunst sein persönliches Leben bereichert habe. Sein Vorgänger Hans Zehetmair ging auf die Verdienste der 1978 gegründeten Bosl-Stiftung ein, mit der die Nachwuchs-Ausbildung Weltgeltung erreicht hat.

Bilder: Trauerfeier für Konstanze Vernon

Wer, wie Konstanze, einen Berliner Philharmoniker zum Bruder hat, durfte sich der Musikauswahl sicher sein. Schubert, Mozart, Bach und ein Dvořák-Psalm. Es hätte nicht stimmiger sein können, zumal sich das Staatsorchester und der Sänger Kevin Conners der Dinge annahmen. Da fiel es, wie anschließend in Gesprächen herauskam, umso mehr auf, dass von der eigentlichen Wirkungsstätte, dem Ballett, kein Wort zum Abschied fiel. Pater Kern sprach vom beseelten Körper und konnte sich auf den von allen Tänzern geliebten Ausspruch des Augustinus stützen: „O Mensch, lerne tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel mit dir nichts anzufangen.“ Und er schloss: „Jetzt kommt ein Engel zu Euch, von dem ihr noch was lernen könnt.“

Beate Kayser

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