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AC/DC haben auch am Donnerstag in München das Olympiastadion gerockt.

Vor 60.000 Fans

T.N.T. zündet! Konzert-Kritik zu AC/DC im Olympiastadion

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München - AC/DC haben nach dem Dienstagabend auch am Donnerstagabend im Münchner Olympiastadion die Champions League im Rock 'n' Roll verteidigt. Die Konzert-Kritik.

UPDATE: Volksmusik-Star goes Hardrock: Auch Andreas Gabalier war bei AC/DC im Münchner Olympiastadion. Und hat sich als großer Fan bekannt.

Hier geht's zur Konzert-Kritik vom Dienstag.

Konzert-Kritik zu AC/DC im Olympiastadion

Personalprobleme wie der FC Bayern – und trotzdem unschlagbar! Das sind AC/DC! Die australischen Teufelskerle verteidigten auch am Donnerstagabend im mit 60.000 Fans nahezu ausverkauften Olympiastadion Fans souverän die Champions League im Rock 'n' Roll. „Hell Ain't A Bad Place To Be“ röhrte Brian Johnson, rostig klingend wie ein räudiger alter Amischlitten, gleich im dritten Song gegen 21 Uhr. Das Wetter war feucht wie die Kehlen der Fans, doch das T.N.T. zündete! Mit dieser Kapelle kann man gar nicht baden gehen.

Im Vorfeld gab’s jede Menge schlechte Nachrichten, denn im Ruderraum der Rock-Galeere hat es böse eingeschlagen. Malcolm Young, den schwer kranken Herrn der Riffs, werden wir nie mehr live erleben, was für ein Elend. Neffe Stevie Young hat seinen Job geerbt, gibt optisch wie musikalisch ein glaubwürdiges Double ab. Und weil Drummer Phil Rudd böse mit Justitia über Kreuz liegt, drischt nach 20 Jahren wieder Rückkehrer Chris Slade auf die Felle ein. Egal, er ist eh der versiertere Schlagzeuger.

AC/DC im Olympiastadion: Angus Young, der rüstigste Schulbub der Welt

Bleibt als letztes Gründungsmitglied Angus Young, der rüstigste Schulbub der Welt. Sind das noch dann die echten AC/DC? Haha, was für eine alberne Frage. Ist der Papst noch katholisch? Gibt's auf der Wiesn Bier? Herrlich, wie es kracht und scheppert, roh und archaisch und wüst! „Rock Or Bust“, den Opener und Titelsong vom aktuellen Spätwerk, haken die Ohrenbetäuber traditionell gleich zum Start ab, bei dem ein Feuerball mit dem Gesicht von Angus auf der Bühne einschlägt. Danach: Geiles altes Zeug! Starkstrom, Baby! Erst „Shoot To Thrill“ – und wenig später, vom gleichen Album, das erste Opus magnum des Abends, „Back In Black“. Kann’s schöner sein? Das Bierbauchgefühl sagt eindeutig: Nein, kann es nicht!

Sicher, Sänger Brian Johnson ist nicht mehr in der Form von einst, er ächzt und knarzt bisweilen wie das Tor zur Höllenpforte. Doch der Schweinsteiger des Hardrock hält sich tapfer. Und die sparsame Bühne mit ihren Teufelshörnchen ist mit der prächtigen Lokomotive der 2009er-Tour nicht zu vergleichen. Aber wollen wir meckern? Niemals! Hier toben AC/DC live über die Bühne und dreschen uns den Glock 'n' Roll von „Hells Bells“ um die Ohren. Dass wir das nochmal erleben dürfen, wie einen dieser prächtige Krach die ganze Nacht durchschüttelt!

Leute, freut Euch, Ihr erlebt die Party des Jahres! Der „Rock 'n' Roll Train“ streikt nie!

Bilder: AC/DC rocken das Olympiastadion

Jörg Heinrich

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