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Austria: 12 Points! tuXedo lieferten beim Rockavaria eine energiegeladene Show.

Konzert-Kritik

tuXedo beim Rockavaria: Krach in Tracht

München - Das Festival Rockavaria ist gestartet und tuXedo aus Oberösterreich sorgten für den ersten Festival-Höhepunkt. Hier gibt's die Kritik. 

Das muss ein tolles Gefühl sein für sechs aufstrebende Metal-Musiker aus Oberösterreich: sich beim Rockavaria-Band-Wettbewerb neben Lem Motlow gegen mehr als 500 andere Gruppen durchsetzen – und sich dadurch das Recht erspielen, am selben Tag wie Limp Bizkit in der Münchner Olympiahalle aufzutreten. Die Power-Spaßtruppe tuXedo erwies sich als würdiger Gewinner und sorgte am Freitagnachmittag für einen ersten Festival-Höhepunkt. Krach in Tracht war angesagt: „Original Austrian Alpencore“ nennen die sechs Gaudiburschen ihre abwechslungsreiche Metalcore-Melange aus knallhartem Schlagzeug- und Percussion-Gewitter, melodiösen Riffs und rotzigem Gebrüll, die sie indes nicht – wie der Bandname suggeriert – im klassischen Smoking servieren, sondern sozusagen im Innviertel-Tuxedo, sprich: in Lederhose und Trachtenwesterl. Dass sich um 15 Uhr erst ein paar Hundert Leute in der riesigen Halle eingefunden haben, tut der Stimmung keinen Abbruch: Die Gitarren glühen, die Stimmbänder vibrieren, und die tanzenden Fans vor der Bühne haben ebenso einen Mordsspaß wie das Sextett. Denn anders als ihre netten, aber etwas faden Kollegen von The Makemakes bei ihrem ESC-Auftritt bieten tuXedo eine energiegeladene Show, bei der etwa auch auf eine Milchkanne oder eine Kuhglocke eingedroschen wird. Austria: 12 points! 

Marco Schmidt

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