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Conchita Wurst am 9. Februar in Köln.

Viva la Diva! Lang lebe die Drag-Queen!

Konzert und Comedy: So war Conchita Wursts Tourauftakt im Circus Krone

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Österreichs Eurovisions-Königin Conchita, geborene Neuwirth, einstige Wurst, hielt erstmals Hof in München – und das auch noch im Circus Krone. Drei Jahre nach ihrem ESC-Triumph wurde Conchita beinahe so gefeiert wie damals in Kopenhagen. Und womit? Mit Recht!

München - Denn die/der 28-Jährige zeigte sich so lustig, blitzgescheit und selbstironisch, dass der Abend zu einem hinreißenden Mix aus Konzert und Comedy geriet.

Seit ORF-Kommentator Andi Knoll den unvergesslichen Satz „Jetzt hat uns die den Schas gwonnen“ prägte, hat Conchita ja eher nicht als Sängerin für Furore gesorgt. Sie ist vielmehr: Gaultier-Muse, LGBT-Ikone und weltweite Botschafterin für Respekt und Toleranz – die unsere heutige Gesellschaft so bitter nötig hat. Aber erstklassig singen kann sie schon auch, siehe ihr Siegerlied „Rise like a Phoenix“ – der beste Bond-Song, der nie ein Bond-Song war, und den sie in München als letzte Zugabe unter Standing Ovations singt.

Doch fast noch wichtiger als die Musik und die exzellente Band ist die große Conchita-Show. Weil ihr das Kleidertragen mittlerweile auf die Nerven fällt („Jeden Tag Karneval ist anstrengend“) kommt sie im schwarzen Hosenanzug fast schon unprätentiös daher. Optisch erinnert sie jetzt an eine Mager-Version von Griechen-Barde Demis Roussos. In Sachen Schmäh hat Conchita gottlob nicht abgerüstet. Köstlich, wie sie erzählt, wie Ricky Martin sie in seine Suite bat: „Ich wusste, gleich würde ich Mrs. Martin sein. War ich schon bereit für gemeinsame Kinder?“ Großer Spaß in München, so schön kann ein Damenbart sein.

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