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Kraftwerk in Berlin: An acht Abenden werden acht Alben aus den letzten 40 Jahren gespielt. Danach wird die Neue Nationalgalerie saniert.

In der neuen Nationalgalerie Berlin

Kraftwerk: Giganten der Popgeschichte

Berlin - Mit Konzerten von Kraftwerk schließt Berlins Neue Nationalgalerie für eine achtjährige Sanierung.

Über die Leinwand sausen VW-Käfer und Mercedes-Limousinen durch eine knallgrüne deutsche Wirtschaftswunder-Landschaft. Davor stehen vier Männer gehobenen Alters in engen schwarzen Einteilern vor leuchtenden Pulten. Und aus den Lautsprechern schallt es: „Wir fahrn, fahrn, fahrn auf der Autobahn.“ Die vier Männer nennen sich „Audio- und Video-Operatoren“. Zusammen heißen sie Kraftwerk und sind die wohl einflussreichste deutsche Band der Popgeschichte. Am Dienstagabend spielen die Urväter des Elektropop und Techno das erste von acht Konzerten in der Neuen Nationalgalerie in Berlin, bevor der Museumsbau in der Nähe des Potsdamer Platzes mehrere Jahre lang saniert wird. Jeder der Konzert-Abende ist einem der bedeutendsten Alben der Band gewidmet; am ersten Abend war es „Autobahn“ von 1974.

Es ist nicht der erste Kraftwerk-Auftritt in einem Museum. Die Düsseldorfer Avantgarde-Künstler haben schon im Kunstbau des Münchner Lenbachhauses, im Museum of Modern Art in New York oder in der Kunstsammlung NRW ihrer Heimatstadt gespielt. Der Sound in dem transparenten Berliner Museums-Quader jetzt geht in Ordnung. Obwohl die Architektur Mies van der Rohes und Kraftwerks Musik fast 50 Jahre alt sind, haben beide von ihrer Modernität nichts eingebüßt. Kraftwerk war seiner Zeit immer ein paar Schritte voraus. Das Album „Computerwelt“ prophezeite 1981, wo wir heute stehen. Und „Radio-Aktivität“ erschien 1975 – elf Jahre vor der Katastrophe von Tschernobyl.  me

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