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Das Stadion war voll bei Anthrax.

Auftritt vor proppevollem Stadion

Konzertkritik zu Anthrax bei Rockavaria: Fünf der großen Vier

München - Die vierten der großen Vier spielten jetzt schon bei Rockavaria: Unsere Konzertkritik zum Anthrax-Auftritt am Sonntagnachmittag.

Jetzt fehlen nur noch Megadeth: Wer in den Achtzigern Thrash Metal gehört hat und bei den beiden bisherigen Auflagen von Rockavaria dabei war, hat schon mal drei der "Big Four“ gehört: Nach Metallica im vergangenen Jahr nun Anthrax und direkt danach Slayer.

Wobei die New Yorker Joey Belladonna, Scott Ian, Frank Bello, Charlie Benante und Jonathan Donais sicherlich die ungewöhnlichste Formation der vier Genre-Größen sind. Wesentlich an der Entstehung von Thrash Metal beteiligt, gelten sie aber auch als Vorreiter der so genannten Crossover-Bewegung: Sie kombinierten als eine der ersten Bands Rock und Rap und entwickelten daraus Alternative Metal. Vom ultraschnellen Saitengedresche der Anfangszeit Ende der Achtziger gingen sie zum schwer schiebenden Metalrock Mitte der Neunziger und zurück zu schnellem Metal.

Entsprechend heiß ging's her am Sonntagnachmittag, als die vier New Yorker vor einem proppenvollen Stadion auf die Bühne gingen. "Got The Time?", "Antisocial" oder "Evil Twin" krachten erbarmungslos, immer noch superexakt und bisweilen näher am schnellen Punkrock als am Metal, wäre da nicht Joey Belladonnas timbre-zitterndes Metalorgan.

Kurz sah allerdings so aus als würden Anthrax auch den kürzesten Auftritt des Festivals hinlegen. Nach 20 Minuten gingen sie von der Bühne - gerade als eine Unwetterwarnung herausgegeben wurde, der Himmel sich verdunkelte und die Besucher von der Arena auf die Ränge geschickt wurden. Bis dahin hatten Anthrax bestimmt so viele Besucher wie Iggy Pop am Vorabend vor der Doppelbühne. Also spielten sie einfach "Breathing Lightning" von aktuellen Album.

Christoph Ulrich

Unser Rockavaria-Ticker

Zum Anschauen und Freuen: Bilder vom Rockavaria-Samstag

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