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Billy Idol legt so richtig los.

Konzertkritik

Ein Traum: Rea Garvey und Billy Idol beim Sommernachtstraum

München - Beim Münchner Sommernachtstraum begeistert Rea Garvey das Publikum. Und auch Billy Idol weiß noch, wie's geht. Hier gibt's die Kritik.

Heizt für Idol ein: Rea Garvey.

Und dann kommt auch noch die Sonne raus. Etwas zaghaft zwar, doch das reicht, um Rea Garvey völlig zu begeistern. Der ist sowieso schon hin und weg, denn heute darf er vor seinem Idol spielen. Nicht nur dem Namen nach. Garvey, selbst einer der Hauptacts an diesem Sommernachtstraumtag im Olympiastadion, heizt die Menge für Billy Idol ein. Er tut das mit seinen Solo-Hits – und zur Freude der Tausenden, die am Samstag trotz teilweise gar stürmischem Wetter die Ränge und die Arena des Stadions säumen, auch mit altbekannten Reamonn-Nummern. Von „Oh my Love“ bis „Supergirl“.

Mit diesen eingängigen, oft gehörten Radiokrachern passt Musikdeutschlands Lieblings-Ire genau in das Konzept des Eintagesfestivals, das schon Tradition hat in München. Es ist ein Familienfest im besten Sinn: Die Jüngsten fahren Riesenrad, die Teenies schmachten Revolverheld an, die etwas Älteren tanzen mit Lou Bega nochmal den Mambo Nr. 5 – und zur Krönung dann am späten Abend für alle die Zeitreise zurück in die Siebziger- und Achtzigerjahre.

Idol, dieser blonde Rocker, sieht mit seinem nackten Oberkörper unterm geöffneten weißen Hemd zwar eher nach „Lockere Geschäfte“ denn nach „Top Gun“ aus – aber wen stört das schon? Beides Tom Cruise-Klassiker; Gitarrist Steve Stevens – mit auftoupierter Vogelnest-Frisur – hat damals beim Soundtrack für „Top Gun“ mitgewirkt. Idol erinnert stolz daran. Und legt dann mit Stevens zusammen so richtig los. Ready, steady, go!

Und das alles vor imposanter Himmelskulisse. Die Wolken, die sich da über der Bühne zusammenziehen, muss an diesem Abend niemand schrecken. Kein Tröpfchen fällt auf die 46000 Besucher. Und gegen das bisschen Abendkühle tanzen sie kräftig an.

Bis zum Höhepunkt: Um kurz nach zehn strömen sie alle zum Olympiasee – über dem dann wie in jedem Jahr auch heuer bei der elften Auflage des Sommernachtstraums das große Feuerwerk in den Münchner Nachthimmel knallt. Die Liebeslieder des Tages noch im Ohr, liegen sie sich jetzt in den Armen – die Pärchen, die Freunde, die Familien. „More! More! More!“ hatte Idol kurz zuvor gefordert. Der perfekte Slogan auch für dieses Musikfest. Ein Sommer, eine Nacht, ein Traum.

Bilder: So schön war der Sommernachtstraum im Olympiapark

Katja Kraft

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