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Katy Perry am Montag in der Olympiahalle.

Konzertkritik

Wie im Fitnessstudio: Katy Perry in der Olyhalle

München - Verschwitzt war nach diesem Konzert keiner, außer Katy Perry selbst: Bei ihrem Auftritt in der Olympiahalle durften sich die Besucher aber vorkommen wie im Fitnessstudio - die Konzertkritik.

Ein bisschen kommt man sich vor wie im Fitnessstudio. Und die Neonfarben-leuchtende Dame im glitzernden Minirock da vorne auf der Bühne ist die Trainerin. "Kommt schon! Je mehr Energie ihr mir heute gebt, desto mehr Energie gebe ich euch zurück", ruft Katy Perry in die fast ausverkaufte Olympiahalle - und die Fans kreischen.

Das tun sie brav immer wieder auf Kommando; ansonsten stehen sie da, die Handys gezückt, wenig inspiriert. Wovon auch? Denn was es Montag Abend in München von der US-Amerikanerin zu hören gab, war ziemlicher Jukebox-Einheitsbrei. Die Devise für Bühnenbild und Musik: Laut, grell, schrill - Willkommen in der Lollipop-Welt!

Es ist die erste Show von Perry in Deutschland (es folgen Köln, Hamburg und Berlin) mit ihrem neuen Album "Prism". Naja, neu... Eine Premiere ist es nicht - bereits 2013 erschien "Prism", seit vergangenem Jahr tourt sie damit durch die Welt. Das merkt man. Hier ist alles perfekt durchchoreografiert. Überraschungen darf niemand erwarten.

Tut auch keiner, die Münchner sind genügsam. Mit leuchtenden Neon-Armbändern, blinkenden Katzenohren in den Haaren und wedelnden Pom Poms in den Händen johlen sie dem Superstar entgegen. Die 30-Jährige muss nur das Gewand ändern, einmal über den Bühnensteg laufen oder mit Strass-besetzten High Heels Seilchen springen - schon wallt die Kreisch-Welle wieder auf.

Was sie dann singt, scheint ziemlich unwichtig. So gelingt der Versuch, das Publikum die Texte übernehmen zu lassen, denn auch nicht immer. Egal, Perry sieht es sportlich. Lächeln, anfeuern, weitermachen. Wie im Sportstudio eben. Verschwitzt geht an diesem Abend aber keiner heim. Außer Perry selbst natürlich. Zwei Stunden Motivationsprogramm mit vollem Körpereinsatz können ganz schön anstrengend sein...

Katja Kraft

Katy Perry in München: Die Bilder

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