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Sam Smith.

Konzertkritik

Sam Smith im Zenith: Einer wie wir

München - Seine Stimme bringt halb Europa zum Schwärmen! Am Mittwochabend gab sich Sam Smith im Zenith die Ehre und traf einmal mit seiner Stimme die Mädels ins Herz - die Konzertkritik:

Kreischalarm. Dabei ist der Vorhang noch zu. Aber man hat ja schon seine Stimme gehört. Die Stimme, die halb Europa zum Schwärmen bringt. Sam Smith ist gnadenlos angesagt. Dabei ist er ein Durchschnitts­typ, dessen Anzug eine Nummer zu klein ist und der als Entertainer wahrscheinlich auf jedem Betriebsfest durchfallen würde. Aber gut: Die Stimme geht bei den Mädels ins Herz.

Da steht er also da im ausverkauften Zenith, erzählt von unglücklichen Beziehungen und schafft damit eines: Mensch, dem geht es ja wie uns. Darauf legt es der Knuffel aus einem kleinen Kaff in der Nähe von Cambridge aber nicht an, und genau das macht ihn megasympathisch. Egal, dass das Konzert null Dramaturgie hat: Nach einem müden Beginn gleich als viertes Lied der Hit Stay With Me und dann ein paar Songs, die eher in eine Bar passen würden. Es weihnachtet ordentlich.

Dann wird es funky. Sam zeigt, dass er nicht das große Bewegungstalent ist, und die Band legt ein bisschen James Brown für Arme auf die Bühne. Schnell wird aber wieder weichgespült, und die Spannung weicht wie die Luft aus einem kaputten Ballon. Erst, als weitere Hits folgen, kommt wieder Feierstimmung auf.

Nach einer Stunde ist das reguläre Set auch schon vorbei. Zugabe gibt’s noch, doch vom Hocker reißt einen das alles nicht wirklich. Fazit: Singen kann er, der Bursche, aber zu einem komplett gelungenen Konzert gehört schon noch deutlich mehr.

lux

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