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Verdacht: Maxime (Philipp Weiche, re.) glaubt, dass sein bester Freund Claude (Uwe Kosubek) eine Affäre mit seiner Frau (Irene Rovan) gehabt hat.

Kreuzverhör im Dreieck

München - Teamtheater Tankstelle: In „Illusionen einer Ehe“ prallen Moralvorstellungen aufeinander. Lesen Sie hier die Premierenkritik:

„Eine Bestandsaufnahme, damit wir sehen, wo wir stehen.“ Nicht mehr und nicht weniger fordert Jeanne von ihrem Ehemann. „Bestandsaufnahme“ heißt in diesem Fall: eine Zahl. Ganz konkret. Wie viele Affären hatte der Gatte während der Ehe? Maxime lässt sich auf das Spiel ein, verlangt aber im Gegenzug ebenfalls eine Zahl.

Soweit die Versuchsanordnung von „Illusionen einer Ehe“, das am Mittwochabend im Münchner Teamtheater Tankstelle Premiere feierte. Regisseur Oliver Zimmer inszenierte das Stück von Eric Assous als Kammerspiel par excellence. Das Bühnenbild besteht aus ein paar Hockern und weißen Stellwänden. So konzentriert sich alle Aufmerksamkeit auf Jeanne und Maxime – und den Schlagabtausch, den sie sich leisten. Was harmlos begonnen hat, schaukelt sich schnell hoch. „Wir vergeben uns im Voraus. Absolute Absolution“, hatte Jeanne dem Ehemann versprochen, um ihn zum Reden zu bringen. Doch dieses Versprechen einzuhalten, ist gar nicht so leicht: Maxime gesteht, dass er zwölf verschiedene Techtelmechtel hatte. Dass Jeanne nur einen einzigen anderen Mann hatte, mit dem sie neun Monate zusammen war, macht ihn trotzdem – oder gerade deshalb – wahnsinnig. Und so versucht er alles, um herauszufinden, wer Jeannes Affäre ist. Als zufällig Maximes bester Freund Claude anruft, der regelmäßig mit Jeanne Tennis spielt, wächst in Maxime ein Verdacht. Er lädt Claude zum Abendessen ein, um herauszufinden, ob er der Liebhaber seiner Frau ist.

Es ist durchaus amüsant, wie Claude zwischen die Fronten gerät und von Maxime immer heftiger in die Mangel genommen wird. Das Publikum jedenfalls lachte am Mittwochabend ausgiebig. Interessant auch zu beobachten, wie da vollkommen verschiedene Moralvorstellungen aufeinanderprallen und wie sich insbesondere Maxime die Wahrheit so zurechtbiegt, wie es ihm am besten passt. Trotzdem fehlte der Vorstellung der letzte Schliff. Vor allem Philipp Weiche in der Rolle des Maxime wirkte in seinem Spiel häufig übertrieben, schrie plötzlich drauflos oder gestikulierte wild mit den Armen. Das animierte zwar manch einen zum Lachen, ließ die Inszenierung aber allzu stark ins Komödiantische abdriften. Weniger wäre hier eindeutig mehr gewesen.  

Katharina Mutz

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Freitag und Samstag, Am Einlass 2a, Karten unter Telefon 089/260 43 33.

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