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Der britische Krimiautor und ehemalige Meister-Jockey Dick Francis ist im Alter von 89 Jahren in seinem Haus auf den Cayman-Inseln gestorben.

Krimiautor Dick Francis gestorben

London -  Der britische Krimiautor und ehemalige Meister-Jockey Dick Francis ist im Alter von 89 Jahren in seinem Haus auf den Cayman-Inseln gestorben.

Das teilte sein Sohn Felix mit, der ebenfalls ein bekannter Schriftsteller ist.

Dick Francis, Sohn eines Rennstallbesitzers aus Wales, startete seine Karriere zunächst als Pferderennsportler. Mit 345 Siegen in mehr als 2.300 Rennen zählte er von 1948 bis 1957 zu den erfolgreichsten Jockeys in Großbritannien.

Jockey Dick Francis springt beim Queen's Mother's Devon Loch, über den gefürchteten Becher's Brook (24. März 1956).

Nach dem Ende seiner Profikarriere als Reitsportler wandte sich Francis der Schriftstellerei zu und zählte bald zu den renommiertesten Krimiautoren. Seine Bücher spielen zumeist im Jockey-Milieu. Zu den Liebhabern seiner spannenden Thriller gehörte auch Queen Mum, die Mutter von Königin Elizabeth II. Im Jahr 2000 ernannte die Monarchin Francis zum Commander of the British Empire. Francis schrieb mehr als 40 Romane, die Bücher wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Seinen ersten Thriller “Dead Cert“ veröffentlichte er 1962. Das Buch erschien in deutscher Sprache zunächst unter dem Titel “Aufs falsche Pferd gesetzt“ und später unter “Todsicher“.

Zuletzt schrieb er Romane gemeinsam mit seinem Sohn Felix. Ein neues Werk der beiden, “Crossfire“, soll noch in diesem Jahr herauskommen. Seine letzten Jahre verbrachte Francis auf den Cayman-Inseln, einem britischen Überseegebiet in der Karibik. Der Schriftsteller starb am Sonntag.

ap

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