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Beschwingt "wie ein Astronaut": Andreas Bourani steckt mit seiner guten Laune auch die Münchner an.

Musiker verzaubert Olympiahalle

Bourani in München: Perfekte Einstimmung auf die Fußball-EM

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München - Andreas Bourani bringt München in EM-Stimmung. In der Olympiahalle begeistert der Augsburger Jung und Alt. Seine Fans bestechen durch Textsicherheit.

Nächste Woche startet die Fußball-EM. Am Donnerstagabend gab's in der Münchner Olympiahalle schonmal die passende musikalische Einstimmung. Wenn Andreas Bourani "Auf uns" singt, möchte man wieder an das Sommermärchen von 2014 glauben. Als es so heiß war, als nicht die Brasilianer, sondern die Deutschen zauberten, und als am Ende auf der Fanmeile vor dem Brandenburger Tor die Mannschaft den WM-Sieg feierte, von der es im Vorfeld niemand erwartet hätte.

Bourani war damals in Berlin selbst auf der Bühne mit dabei. Zwei Jahre später in München sieht nichts nach Sonne aus. Regenmäntel schmücken die Garderoben der Olympiahalle. Miesepetrige Gesichter sieht man trotzdem nicht - die Fans nehmen's "ultraleicht" und lassen sich vom 32-Jährigen mit der warmen Soulstimme einfach gesanglich verwöhnen wie im Sommerurlaub.

Er setzt dazu nicht auf große Show-Effekte, sondern die Textsicherheit seiner Fans. Er, der gern Herbert Grönemeyer als Vorbild nennt, hat sich die Bühnenpräsenz von dem Großmeister auf diesem Gebiet abgeschaut. Bourani singt nicht über die Menge hinweg. Er schaut sie an, die Tanzenden; er treibt sie an, mit Fingern wie zwei Dirigierstäbe, die Singenden.

Bourani-Konzert als perfekter Einstieg

So ein Bourani-Konzert ist ja der perfekte Einstieg in die Welt der Live-Musik. Immer freundlich, der Augsburger. Eingängig und leicht zum mitsingen, die Texte seiner hymnenartigen Lieder und Balladen. "Auf anderen Wegen", "In meinem Kopf", "Hey" - hier kennen auch die Kinder im Publikum jede Zeile. Es ist ein Familienfest. Bourani entfacht ein Feuerwerk aus Endorphinen, dem sich alle Altersklassen hingeben.

Als er in "Astronaut" dann noch beginnt, zu rappen, heben die Fans gänzlich ab, nichts hält sie auf den Stühlen. Wer friert uns diesen Moment ein? Hunderte Handykameras, klar. Vor allem aber die schöne Gewissheit, dass Gefühle, die man zur Musik empfindet, bleiben. Und mit einem CD-Player-Knopfdruck heraufbeschworen werden können. Vielleicht hilft's ab nächster Woche den Fußballherren ...

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