Künstler unterstützen Schröder

- Hannover - Mit einem "Potpourri von Stühlen" unterstützen 25 Künstler den Wahlkampf von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD). Am Sonntagabend wurden die 41 Stühle, Stuhlobjekte und Bilder von Stühlen im Kunstverein Hannover vorgestellt und der Kunstpreis "Aus gegebenem Anlass" verliehen. Aus den Händen von Bundeskanzler Schröder erhielt der in Frankreich lebende Künstler Jochen Gerz den Preis. Die Auszeichnung wurde zum vierten Mal vergeben.

Bereits in den Wahljahren 1994, 1998 und 2002 hatte sich die Gruppe für Schröder mit Kunstwerken stark gemacht. In der Initiative sind unter anderem bekannte Künstler wie Klaus Staeck, Siegfried Neuenhausen und Kirsten Klöckner versammelt. Die Objekte werden jeweils verkauft. Der Erlös fließt in den Kunstpreis.

"Das ist einmalig", sagte Kanzler Schröder. Die Auszeichnung sei einer der ungewöhnlichsten Kunstpreise von denen er wisse. "Was bleibt mir übrig, als das Motto von Jochen Gerz vom "Weitermachen gegen das Aufhören", zu realisieren", sagte Schröder mit Blick auf die Bundestagswahl am 18. September. Würde er das nicht, gäbe es womöglich künftig diesen Preis nicht mehr, sagte Schröder.

"Es ist ja relativ ungewöhnlich, dass Künstler so gut über andere Künstler reden, dass sie ihnen einen Preis geben", sagte Gerz in seiner Dankesrede. Der 65-Jährige wurde in Berlin geboren und begann seine Karriere als Journalist und Schriftsteller. Bekannt wurde der Konzeptkünstler vor allem mit Aktionen wie dem "Mahnmal gegen Rassismus" in Saarbrücken oder dem "lebenden Monument von Biron".

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