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"Kulturprojekt Marstall": Konzertsaal oder Kulturzentrum

München - Kurz vor der Sommerpause wird das Thema Marstall noch einmal aktuell. Finanzminister Kurt Faltlhauser und Kunstminister Thomas Goppel luden in die Münchner Residenz zum Kolloquium anlässlich des offenen Ideenwettbewerbs "Kulturprojekt Marstall".

Gefolgt waren dieser Einladung vor allem Architekten, denen es um Detailfragen zum ausgeschriebenen Wettbewerb ging. Fragen, die gerichtet wurden an die Vertreter des Preisgerichts und die Sachverständigen. Von ihnen waren neben Faltlhauser und Goppel sowie den Architekten unter den Preisrichtern auf dem Podium Staatsintendant Dieter Dorn und Chefdirigent des BR-Symphonieorchesters Mariss Jansons vertreten.

Beide Protagonisten verbinden Unterschiedliches mit dem Marstall. Kämpft Jansons - und mit ihm Faltlhauser - vehement dafür, den historischen Klenze-Bau zu einem Konzertsaal für den BR-Klangkörper umzubauen, plädiert Dorn, unterstützt von Goppel, zu dessen Ministerium der Marstall gehört, für ein multifunktionales Kulturzentrum, das "einen offenen Austausch zwischen den Künsten zum Ziel haben und nicht institutionell auf bestimmte Darstellungsformen festgelegt" sein soll. Noch ist gar nichts entschieden, das letzte Wort hat das Kabinett. Wer aber wollte sich den Plänen widersetzen, den Marstallplatz, dieses städtebauliche Prunkstück, mit der Restaurierung der alten Reitschule zu vervollkommnen?

Wer unter den Architekten nun an diesem Ideenwettbewerb mitmachen will, muss sich entscheiden für die eine oder andere Variante. Denn es ist nur eine Einsendung möglich. In jedem Fall aber ist zusätzlich ein Theater mit Präsenzwerkstätten zu planen, womit die Existenz der Staatsschauspiel-Experimentierbühne garantiert wäre.

Die Wettbewerbssumme beträgt 145 000 Euro. Das bedeutet: Es wird zweimal drei Preise á 20 000 und zweimal zwei Ankäufe á 6250 Euro geben. Einlieferungsdatum für die Planungsunterlagen ist der 11. September 2007.

Adresse: Staatliches Bauamt München 1, Peter-Auzinger-Straße 10, 81547 München.

Der Vorgaben sind viele. Und alle Fragen offen. Zum Beispiel: Ist ein Anbau möglich? Wie sieht‘s mit der Unterkellerung aus? Dürfen Verbindungsbauten, etwa aus Glas, geplant werden? Denkmalschützer Bernd Vollmar gibt eher ausweichend Antwort: "Zuerst die Ideen, dann die Bewertung." Erwartet wird eine "Auseinandersetzung mit dem Marstall als solitäres Einzeldenkmal". Und: "Die Oberfläche des Marstallplatzes soll weitgehend frei von Bebauung bleiben." Wichtiges Gebot: "Die historische Raumhöhe und Raumproportion sollten möglichst wieder hergestellt werden."

Hoffnungen, mit einer vorgesehenen Tiefgarage die Parknot rund um die Residenz zu mindern, sind nicht berechtigt. Denn die Garage wird für höchstens 40 (Mitarbeiter-) PKW geplant.

Hier noch einige allgemein interessierende Bau-Vorgaben: Die Foyerflächen sind auszurichten unter dem Aspekt: ein Quadratmeter pro Besucher. Der angestrebte Konzertsaal soll 1800 Plätze haben und, aus akustischer Sicht, ein Minimalvolumen von 19 000 Kubikmetern. Die Breite des Parkettplatzes soll 55, der Reihenabstand 90 Zentimeter betragen.

Wird der Marstall ein multifunktionales Zentrum, so sind für den Veranstaltungssaal 1400 Quadratmeter vorgesehen. Das Theater im Marstall ist mit 200 Plätzen berechnet, Zuschauerraum und Bühne insgesamt mit 400 Quadratmetern. Eine Ausstellung der Entwürfe wird es vom 1. bis zum 10. Oktober 2007 geben.

Sabine Dultz

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