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Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats.

Einflussnahme auf Theater, Museen, Orchester

Kulturrat ruft zu Widerstand gegen AfD-Politik auf

Magdeburg - Der Deutsche Kulturrat hat nach dem Erfolg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zum Widerstand gegen deren Politik aufgerufen.

Wenn der erste Schock überwunden sei, müssten Kulturschaffende den Forderungen der AfD so schnell wie möglich Einhalt gebieten, sagte Kulturrats-Geschäftsführer Olaf Zimmermann am Montag.

Die rechtspopulistische Partei will Museen, Orchester und Theater in Sachsen-Anhalt laut Wahlprogramm dazu verpflichten, einen positiven Deutschland-Bezug zu fördern. „Das ist genau das, was wir glücklicherweise überwunden haben“, sagte Zimmermann. Mit Blick auf AfD-Anhänger ergänzte er: „Die müssen nicht glauben, dass wir uns das gefallen lassen.“

Aus gutem Grund gebe es bislang einen Unterschied zwischen denen, die Kunst machten, und denen, die Kunst finanzierten. „Es kann nicht sein, dass die AfD diesen Konsens aufbricht“, betonte Zimmermann. Als zweitstärkste Kraft im Landtag habe die Partei eine große Gestaltungsmacht - auch in der Opposition. Deswegen müsse man mit ihr genauso um Inhalte ringen wie mit Regierungsparteien.

dpa

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