Kunstaktion mit 840 Nackten in Düsseldorf

- Vier riesige "Skulpturen" aus den Körpern von 840 Nackten hat US-Künstler Spencer Tunick am Sonntag in Düsseldorf komponiert. Seine Freiwilligen, die sich in den frühen Morgenstunden fröstelnd für rund fünf Stunden der Kunst zur Verfügung gestellt hatten, "stapelte" Tunick vor der Front des Düsseldorfer museum kunst palast mal auf einer Tribüne in Pyramidenform, setzte sie in einem nahen Park in Bäume und auf Wiesen oder ließ sie vor einem Rubens-Gemälde posieren.

Er sehe sich als "Installationskünstler", der seine Arbeit in Video und Foto dokumentiere, sagte Tunick.

Er sei sich der Problematik bewusst, im Land des Holocaust Massenszenen mit nackten Menschen zu inszenieren, so der 1967 im US-Staat New York geborene und mittlerweile weltweit arbeitende Künstler. "Aber Körper bedeuten für mich Freiheit, bedeuten Schönheit." Nach 65 Installationen hat Tunick erstmals ein Projekt in Deutschland verwirklicht.

Für ihre Mitwirkung erhalten alle ein signiertes Tunick-Foto der Düsseldorfer Nackt-Motive. Dem Vernehmen nach reist dem Meister, der 2003 in seiner bisher größten Aktion gut 6000 Nackte auf Barcelonas Straßen gebracht hat, eine Fan-Gemeinde nach. Das Düsseldorfer Aufgebot bestand zu Dreivierteln aus Männern zumeist im mittleren Alter. "Es sind nicht alle der Kunst halber gekommen", kritisierte ein Mitwirkender.

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