Kunstvermittler Szeemann gestorben

- Er war Museumsdirektor, documenta-Leiter und Biennale-Chef (1998, 2000): Harald Szeemann, der in der Nacht zum Freitag in Zürich 71-jährig an einem Lungenleiden gestorben ist, gilt als einer der bedeutendsten Ausstellungsorganisatoren.

<P>Allein mit der von ihm 1972 gestalteten documenta 5 sicherte sich der Schweizer einen Platz im Olymp der Kunstvermittler. Er fragte damals nach der Verantwortung der Kunst bei der Lösung gesellschaftlicher Probleme und ließ die Kasseler Kunstschau zu Skandal und Politikum werden.</P><P>Szeemann lebte zuletzt in Tegna im Tessin. Schon mit 28 Jahren hatte der promovierte Kunsthistoriker 1961 die Leitung der Kunsthalle Bern übernommen. In Bern zeigte er sich als innovativer, um die Erweiterung des bestehenden Kunstbegriffs bemühter Ausstellungsmacher. </P><P>Bahnbrechend war die Schau "When Attitudes Become Form" (1969). Prägend war Szeemann auch mit drei Ausstellungen, die er seit Mitte der Siebziger produzierte: "Junggesellenmaschinen" (1975), die Präsentation über die Künstlerkolonie "Monte Veritá´" am Lago Maggiore (1979) und "Der Hang zum Gesamtkunstwerk" (1983).<BR></P>

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