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Kult: Die beliebte Krimireihe mit Franz Eberhofer (Sebastian Bezzel) geht in diesem Jahr weiter.

BR-Filmbrunch

Kunterbuntes Fernsehjahr

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München - Es wird ein sehenswertes Fernsehjahr: Der Bayerische Rundfunk stellte jetzt die Höhepunkte seiner Filmproduktionen für 2016 vor

Das lineare Fernsehen siecht dahin? Von wegen. Bettina Ricklefs behauptet stolz: „Das Fernsehen ist so lebendig wie nie.“ Und wer am Freitag beim BR-Filmbrunch die Höhepunkte des vor uns liegenden Filmjahres in einem Trailer-Zusammenschnitt anschauen durfte, der gibt der BR-Programmbereichsleiterin Spiel-Film-Serie gerne Recht. Da wartet viel Sehenswertes auf das Publikum des Bayerischen Fernsehens.

Zeitgeschichte: Um den NSU-Terror und Beate Zschäpe (Anna Maria Mühe) dreht sich eine Spielfilmtrilogie.

Dabei heißt sehenswert nicht immer lustig, locker, leicht. Es ist vor allem eine Spielfilmtrilogie, die schon nach einigen Minuten Vorschau bedrückt und gleichzeitig gespannt macht auf mehr: Der Dreiteiler, der sich in den Episoden „Heute ist nicht alle Tage“, „Vergesst mich nicht“ und „VS – Nur für den Dienstgebrauch“ (jeweils Arbeitstitel) mit den Verbrechen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) beschäftigt. Während sich die ersten beiden Teile den Taten des NSU aus der Sicht der mutmaßlichen Täter Uwe Mundlos (Albrecht Schuch), Uwe Böhnhardt (Sebastian Urzendowsky) und Beate Zschäpe (Anna Maria Mühe) nähern, wird im dritten Teil aus der Perspektive zweier Zielfahnder berichtet, die früh schon mit den mutmaßlichen Tätern befasst sind, bei ihren Ermittlungen jedoch gegen unsichtbare Mauern anrennen. Ausgestrahlt werden soll die Reihe voraussichtlich im Frühjahr in der ARD.

Stark auch der Auftritt von Brigitte Hobmeier und Jutta Hoffmann in „Ein Teil von uns“ (Ausstrahlung: voraussichtlich im Herbst im Ersten). Darf man sich für seine eigene Mutter schämen? Eine Frage, die das Familiendrama von Nicole Weegmann stellt. Nadjas (Hobmeier) Mutter Irene (Hoffmann) trinkt, lebt auf der Straße und ist psychisch krank. Die Tochter ist innerlich zerrissen: Einerseits fühlt sie sich für Irene verantwortlich, möchte sich kümmern – andererseits ist da die Hemmung, sich und ihrem Umfeld einzugestehen, aus einer solch zerstörten familiären Situation zu stammen.

Der Kluftinger und Franz Eberhofer ermitteln wieder

Doch hat das BR-Fernsehjahr auch reichlich Fröhliches zu bieten. Der Dauerbrenner „Dahoam is Dahoam“ (montags bis donnerstags 19.45 Uhr im Bayerischen Fernsehen) geht ebenso weiter wie „Hubert und Staller“ (ab 20. Januar mittwochs um 18.50 Uhr im Ersten) und „München 7“ (ab Herbst immer mittwochs um 18.50 Uhr in der ARD). Und der Kluftinger ist wieder da: Herbert Knaup gibt in „Schutzpatron“ und „Herzblut“ erneut den irgendwie liebenswerten Kommissar aus dem Allgäu. Beide Filme sollen im Winter dieses Jahres im Ersten ausgestrahlt werden. Bereits im Sommer geht indes der Eberhoferkrimi weiter: Dann spielt Sebastian Bezzel wieder Franz Eberhofer, der es im Fall „Winterkartoffelknödel“ gleich mit einer ganzen Serie bizarrster Todesfälle rund um die Familie Neuhofer zu tun bekommt.

Jubiläums-Folge der Münchner „Tatort“-Ermittler

Neben den Spielfilmen, neuen Ausgaben der beliebten Porträt-Reihe „Lebenslinien“ (weiterhin immer montags um 21 Uhr im Bayerischen Fernsehen) gibt’s natürlich auch den Klassiker: den Franken- und den München-„Tatort“. Letzterer feiert heuer Dienstjubiläum. Seit 25 Jahren ermitteln Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Ivo Batic (Miroslav Nemec) nun schon gemeinsam. Das Fernsehen, es ist quicklebendig.

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