Kuriosester Buchtitel prämiert

Frankfurt/Main - Auf der Frankfurter Buchmesse hat eine Jury den kuriosesten Buchtitel des Jahres prämiert.

“Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen“ ist der kurioseste Buchtitel 2010. “Der Titel nimmt die Diktion eines erfolgreichen Genres, des Ratgebers, auf, verknüpft dann aber auf gänzlich überraschende Weise die Themen Haushalt und Pazifismus und steckt gewissermaßen eine sprachliche Prilblume in die Pistolenmündung“, hieß es zur Begründung der Jury. Der Tropen-Verlag, der das Buch von Hallgrímur Helgasons verlegt hatte, erhielt am Mittwoch auf der Frankfurter Buchmesse als Preis unter anderem eine Flasche Spülmittel.

Die Jury habe es sich bei der Auswahl aus den sechs Titeln der Shortlist nicht leicht gemacht, sagte Jurymitglied, Moderator und Bestsellerautor Eckart von Hirschhausen. Auch die Titel “Die Frau, die allein ein ganzer Tisch war“ und “Nichtamtlicher Leitfaden zur Bewältigung von Projekten und zur Abweisung diesbezüglicher Irrtümer Oder: Regeln für Hans-Peter“ hatten es in die engere Wahl geschafft.

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Auch der Autor des Buches “An dem Tag, als ich meine Friseuse küsste, sind viele Vögel gestorben“, der auf der Messe mit einem als Gorilla verkleideten Begleiter erschien, ging leer aus. “Der Tod auf der Schippe. Oder was Archäologen sonst so finden“ kam ebenfalls nur bis unter die letzten sechs.

Das Gewinnerbuch erzählt die Geschichte des Auftragkillers Toxic, der auf Island unfreiwillig in die Rolle eines Priesters schlüpfen muss. Buchhändler, Leser und Bibliothekare waren in diesem Jahr zum dritten Mal aufgerufen, besonders skurrile und abstruse Titel von im Jahre 2010 erschienenen Büchern einzusenden. Den Wettbewerb schreiben die Redaktion von “Schotts Sammelsurium“ und das Branchenblatt “BuchMarkt“ aus.

dpa

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