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Mit Wagners "Tristan und Isolde" werden am heute die Bayreuther Festspiele eröffnet. Das Probenfoto zeigt Isolde (Irene Theorin) und Brangäne (Michelle Breedt).

Kurzauftritt der Wagner-Schwestern zu Festspielbeginn

Bayreuth - Mit einem Kurzauftritt von wenigen Minuten haben die neuen Festspielleiterinnen Katharina Wagner und Eva Wagner- Pasquier am Samstag die Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth eingeläutet.

Vor zahlreichen Kamerateams und Journalisten aus aller Welt beschränkten die Wagner-Schwestern sich auf einige Begrüßungsworte.

Katharina Wagner (31) wünschte eine “schöne Premiere“; daraufhin ergriff die als medienscheu bekannte Eva Wagner-Pasquier (64) kurz das Mikrofon. “Ich gelte ja immer als Phantom und wollte mich kurz vorstellen“, sagte sie. “Bisher sind wir selten zusammen aufgetreten, das wird sich ab heute ändern.“ Nach diesen Worten verschwanden die Chefinnen aber sofort aus dem Raum, ohne sich den Fragen der Journalisten zu stellen.

Zur Verfügung standen stattdessen lediglich Dirigent Peter Schneider sowie Anna-Sophie Mahler, die die szenische Leitung von “Tristan und Isolde“ hat. Mit der Wiederaufnahme dieser Oper in der Inszenierung von Christoph Marthaler sollten die Festspiele am Samstagnachmittag eröffnet werden.

Gesprächiger zeigte sich Katharina Wagner wenig später bei einer weiteren Pressekonferenz zur Kinderoper “Der fliegende Holländer“, die in dieser Spielzeit erstmals gezeigt wird. Dieses Projekt soll zur Dauereinrichtung werden, sagte sie.

Dabei solle jedes Jahr ein anderes Stück gezeigt werden. “Es ist natürlich eine Herausforderung, jede Wagner-Oper kindergerecht zu machen“, sagte sie.

Das Rahmenprogramm der Festspiele wie die Kinderoper oder das Public Viewing am 9. August (“Tristan und Isolde“) könnten nur durch Sponsoren finanziert werden. “Auch der Verwaltungsrat ist für ein breites Rahmenprogramm, aber um die Finanzierung müssen wir uns selbst kümmern.“ Wagner versicherte zugleich, dass Sponsorengelder nicht dazu verwendet würden, die kürzlich vereinbarte Tariferhöhung für die Bühnenarbeiter mitzufinanzieren.

dpa

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