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Shakespeare zum Abschied der alten – und zum Start der neuen Spielzeit: Am Samstag kommt am Residenztheater „Ein Sommernachtstraum“ in der Inszenierung von Michael Thalheimer heraus (Szene mit Sibylle Canonica und Götz Schulte). Es ist die letzte große Premiere in dieser Spielzeit. Intendant Martin Ku(s)ej startet am 2. Oktober in seine zweite Münchner Saison – dann mit „Der Widerspenstigen Zähmung“. Tina Lanik inszeniert.

Ku(s)ej über die aktuelle und die kommende Spielzeit im Resi

München - Manchmal, sagt Martin Ku(s)ej bei der Präsentation seines zweiten Münchner Spielplans, käme ihm das Wort „Intendant“ noch komisch vor.

„Manchmal ist es aber auch wichtig, ein knackharter Intendant zu sein.“ In seiner nun zu Ende gehenden ersten Saison an der Spitze des Bayerischen Staatsschauspiels, das bei ihm als „Residenztheater“ firmiert, hätte er „enorm viel lernen müssen“, meint der 51-jährige Kärntener: dass die Masse des Publikums „sehr schwer“ von Neuem zu überzeugen sei. Dass man eine Inszenierung für Kinder nicht nach Weihnachten herausbringe. Oder dass es aus kaufmännischer Sicht vielleicht geboten ist, „die Radikalität etwas zurückzuschrauben“. Mit 70 Prozent gibt der Intendant die Auslastung seines Hauses an, wobei vor allem Karten für den Marstall besonders begehrt seien. Dennoch: „Alles ist steigerungsfähig“, sagt Ku(s)ej.

Das soll in der kommenden Spielzeit auch mit Klassikern des Repertoires geschehen: Stücke von Shakespeare, Ibsen, Schiller, Büchner und Schnitzler kündigt der Intendant an, aber auch Neues und Ungewöhnliches. Dimiter Gotscheff wird „Zement“ des leider viel zu selten gespielten Heiner Müller (1929-1995) inszenieren; der Hausherr selbst besorgt die deutsche Erstaufführung von David Mamets „Die Anarchistin“ mit Sibylle Canonica und Cornelia Froboess. Ein anderer Star des Ensembles wird München indes in der nächsten Spielzeit verlassen: Nicholas Ofczarek zieht es zurück in die Heimat, „Kasimir und Karoline“ wird umbesetzt. „So leid’s mir tut – aber er ist halt doch a Weaner“, seufzt Martin Ku(s)ej.

Michael Schleicher

Weitere Informationen unter www.residenztheater.de.

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