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Sebastian Horn (l.) und Gerd Baumann sind die musikalischen Köpfe von Dreiviertelblut.

Lange Nacht der Musik im Pressehaus

Dreiviertelblut versprechen: „Es wird druckvoll“

Dreiviertelblut treten bei der Langen Nacht der Musik 2017 in München im Pressehaus in der Alten Rotation auf. Wir trafen sie vorher zum Interview.

München - Sie machen „Volksmusik ohne Folklore“ und sind höchst erfolgreich: Die Band Dreiviertelblut um Bananafishbones-Sänger Sebastian Horn und Komponist Gerd Baumann (Nockherberg-Singspiel) tritt bei der Langen Nacht der Musik am 6. Mai in unserer Alten Rotation im Pressehaus (Paul-Heyse-Straße 2-4) auf. Wir sprachen mit Horn.

Mit Dreiviertelblut seid ihr meistens Wochen im Voraus ausverkauft. Glücklich?

Sebastian Horn: Das hat schon eine ziemliche Dynamik entwickelt. Und der Zuspruch des Publikums ist unglaublich. Ich hatte das – ehrlich gesagt – so noch nie bei einer meiner Bands. Da gibt es schon immer wieder bei Auftritten zwischendurch Standing Ovations. Das ist schon sehr intensiv.

Die Band ist jetzt richtig zusammengewachsen. Wirkt sich das auf die Arbeit beim Komponieren aus?

Horn: Im Moment arbeiten wir bereits am nächsten Album. Und ich kann schon sagen, dass die Arbeit daran definitiv anders ist. Wir sind jetzt alle auf Gerds Bergwiese (Gerd Baumanns Refugium auf dem Land) und spielen alles als Band live ein. Auf der Bühne merkt man das ohnehin, wie sich die Bandmitglieder zusammengefunden haben.

„Wir haben eine andere Auffassung von Humor“

Ihr wart ja auch beim Nockherberg-Singspiel dabei. Wie befruchtet sich das gegenseitig?

Horn: Wir beeinflussen das Stück am Nockherberg natürlich schon, vor allem Gerd Baumann mit seinem riesigen musikalischen Horizont. Auf der anderen Seite nehmen wir zwei Lieder vom Singspiel mit in die Band. Allerdings ändern wir hierfür den Text.

Der Humor vom Nockherberg ist vielleicht auch nicht der gleiche wie der hintergründige von Dreiviertelblut…

Horn: Nein, nicht unbedingt. Aber Gerd und ich haben ohnehin eine komplett andere Auffassung von Humor. Das merkt man ja auch bei den Konzerten (lacht).

Da wirkt es manchmal, als würdet ihr euch ein bisserl in die Haare kriegen. Gab es schon mal Zoff?

Horn: Nein, auf keinen Fall. Das ist alles gespielt.

Bei der „Langen Nacht der Musik“ tretet ihr hier in der Alten Rotation auf. Wie könnte es werden?

Horn: Wir sind selbst gespannt. Bei der Langen Nacht ist es ja normalerweise so, dass man mehrere Sets vor wechselndem Publikum spielt. In der Alten Rotation ist es eher so, dass wir ein richtiges Konzert geben, das wahrscheinlich recht spät startet. Ich gehe davon aus, dass es eher ein Power-Set wird. Zwar mit ein paar nachdenklichen Momenten, aber vor allem druckvoll. Unser Repertoire ist inzwischen ja so groß, dass wir auch auf Festivals 90 Minuten Gas geben können. Wir können aber jederzeit improvisieren und unser Set anpassen.

Dreiviertelblut treten bei der langen Nacht der Musik in der „Alten Rotation“ auf.

Sie sagten vorhin, dass Sie bereits am neuen Album sitzen. Gibt es einen Arbeitstitel?

Horn: Nein. Das heißt, wir hatten einen. Der Gerd hatte die Idee mit Krambambuli, das ist ein Hund aus einer Erzählung von Marie von Ebner-Eschenbach. Dann mussten wir aber feststellen, dass so auch ein Getränk heißt, das sehr gerne bei Studentenverbindungen getrunken wird. Das wollten wir dann doch lieber nicht. Schade, denn es wäre ein schöner Name gewesen.

Bleibt es auf der CD beim Mix aus finster und skurril?

Horn: So viel haben wir jetzt ja noch nicht eingespielt, aber ich habe schon ein paar Texte geschrieben und kann sagen, dass die Mischung auch weiterhin so sein wird. Es bleibt finster (lacht). 

Antonio Seidemann

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