+
Der langjährige Feuilleton-Chef der Süddeutschen Zeitung, Joachim Kaiser, ist tot.

Nach längerer Krankheit

Langjähriger SZ-Feuilleton-Chef Joachim Kaiser ist tot

München – Der langjährige Feuilleton-Chef und Musikkritiker der Süddeutschen Zeitung, Joachim Kaiser, ist tot. 

Er starb am Donnerstag nach längerer Krankheit im Alter von 88 Jahren in München, wie die Zeitung mitteilte. Kaiser war im Dezember 1928 als Sohn eines Landarztes im ostpreußischen Milken geboren worden, ging in Hamburg zur Schule und studierte in Göttingen, Tübingen und Frankfurt am Main Musikwissenschaft, Germanistik und Philosophie. Zu seinen Lehrern zählte Theodor W. Adorno.

1959 kam Kaiser in die Kulturredaktion der „SZ“ und leitete später bis 1977 das Feuilleton, danach lehrte er in Teilzeit als Professor an der Hochschule für Musik und darstellende Künste in Stuttgart.

„Seine Rolle in der Zeitung behielt er“, heißt es im Nachruf der Süddeutschen Zeitung. „Oder wie er es später mal ausdrückte: „Es ist mir eigentlich egal, wer unter mir Feuilleton-Chef ist.“ Noch bis 2011 war er in seiner Videokolumne auf der Webseite des SZ-Magazins zu sehen.

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Baselitz und Deutschland
Der Maler, Grafiker und Bildhauer Georg Baselitz über Erinnerungen, Klassiker und Widerständler, Deutschland und Nationalismus
Baselitz und Deutschland
Der letzte Stummfilm-Schrei
Das Orchester Jakobsplatz spielte im Rahmen seiner Reihe „Flimmerkammer“ in den Münchner Kammerspielen zu „Der Student von Prag“. Lesen Sie hier unsere Kritik:
Der letzte Stummfilm-Schrei
Pussy Riot wollen nicht aufgeben
Sie war im Straflager und gilt als Ikone des Widerstands: Pussy-Riot-Aktivistin Mascha Alechina kommt jetzt in die Münchner Muffathalle. 
Pussy Riot wollen nicht aufgeben
David Guetta in der Olympiahalle: Unter mega macht er's nicht
David Guetta war am Donnerstag in der Olympiahalle zu Gast und begeisterte einmal mehr sein Publikum. Auch unsere Redakteurin war mit dabei - und fand es einfach nur …
David Guetta in der Olympiahalle: Unter mega macht er's nicht

Kommentare